Grassau – Bei der Weihnachtsaktion der Kosovo-Ukraine-Hilfe in Grassau stellte sich die Frage nach ausreichend Helfern und Spendern nicht, denn es kamen genügend Unterstützer, um den Lastwagen zu beladen. Auch die Spender zeigten sich großzügig.
Irmi und Konrad Nagele leiten die Sammelaktion seit vielen Jahren. Sie werden vom Frauen- und Mütterverein unterstützt und arbeiten mit dem Verein „Junge Leute helfen“ zusammen. Die Sammlung am Pfarrheim in Grassau war ein großer Erfolg. Der Lastwagen füllte sich mit zahlreichen Spenden, darunter viel Bekleidung und dieses Mal auch viele Teppiche, sogar Neuware. Der Spendenaufruf von Irmi Nagele fand großen Anklang; die Teppiche werden in abgelegenen Gebieten, in Bergdörfern und bei den Ärmsten für ein wenig Wärme sorgen. Spenden, die nicht in Bananenschachteln verpackt waren, wurden von Damen im Pfarrheim neu verpackt und beschriftet. Lebensmittel wurden gesondert gekennzeichnet. Auch Schachteln mit Spielwaren fanden ihren Platz im Lastwagen.
Der Fahrer, der seit vielen Jahren in die benachteiligten Regionen fährt und deren Sprache spricht, wusste genau, wie sein Gefährt zu packen war, damit die Hilfsgüter an den verschiedenen Stationen optimal ausgeteilt werden konnten. Auch in Schleching wurde gesammelt. Die Pakete wurden mit einem Kleintransporter, der dreimal fahren musste, geliefert. Selbst aus Übersee trafen Spenden ein und wurden zentral in Grassau verpackt.
Konrad Nagele zeigte sich zufrieden. „Früher wurde noch mehr gespendet“, meinte er. Seit 30 Jahren engagiert sich die Familie Nagele für diese Aktion und war auch selbst in den Regionen unterwegs. Sie wissen, dass die Not ungebrochen groß ist, und werden daher nicht müde, weiter zu sammeln. Durch den Krieg in der Ukraine kommen weitere Krisengebiete hinzu. „Das ist Hilfe, die zu hundert Prozent ankommt“, sagte er und erklärte, dass im kommenden Jahr weitergemacht werden solle. tb