Reit im Winkl – Ein rundum gelungener Tag war das diesjährige Treffen der Gemeinschaft der Hochzeitslader aus Ober- und Niederbayern, Schwaben und aus der Oberpfalz in Reit im Winkl. Für den Traunsteiner Landrat und Ehrengast Andreas Danzer war es ein Stück gelebte Tradition, was man hier empfinden konnte.
Weißwurstfrühstück
und Alphornklänge
Es begann traditionell mit einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück im Festsaal. Mit musikalischer Begleitung wurde dann zur Pfarrkirche St. Pankratius marschiert, wo Monsignore Wolfgang Huber den Gottesdienst zelebrierte, feierlich umrahmt mit Musik und Gesang von Heini Albrecht, Gerhard Eicher und Elisabeth Mader sowie von den Reit im Winkler Alphornbläsern.
Monsignore Huber ging in seiner Predigt auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Hochzeitslader ein, die Brautleute mit dem ihnen eigenen Gespür gefühlvoll am Tag ihrer Hochzeit zu begleiten. Die Hochzeitslader hatten Johannes den Täufer bewusst zu ihrem Patron erwählt, dem dieser zweite Adventssonntag gewidmet sei. Dieser habe die Menschen in seiner Zeit begeistert und ein Umfeld geschaffen für den Blick auf das Wesentliche. Für die Eheleute sei er ein Vorbild dafür, ihren gemeinsamen Weg in die Zukunft zu gestalten.
Wieder am Festsaal angekommen, durfte das obligatorische Gruppenbild der Teilnehmer wie bei einer Hochzeit nicht fehlen. Bei der Feier im Festsaal übergab Hochzeitslader Sepp Lausch, der zudem Landtagsabgeordneter ist, als Ausrichter des letztjährigen Hochzeitsladertreffens in Tattenhausen in der Gemeinde Großkarolinenfeld die Veranstalterglocke an den Reit im Winkler Hochzeitslader und Organisator Hans Breitwieser.
Eine Überraschung gab es vom Hochzeitslader Christian Pfänder aus Pell bei Weilheim, indem er aus Anlass seines letztjährigen Einstands in diese Gemeinschaft ein Fass Bier aus seiner eigenen Brauerei mitbrachte, das vom Reit im Winkler Bürgermeister Matthias Schlechter gleich angezapft wurde. Dieser stellte den heurigen Austragungsort Reit im Winkl vor und versicherte, dass der Ort gerne Gastgeber sowohl für die vielen Urlaubsgäste jedes Jahr als auch für die Hochzeitslader heute sei.
Der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer hieß alle in seinem Landkreis ebenfalls herzlich willkommen. An einem solchen Tag lerne er eine „starke Gemeinschaft mit Sinn für Humor“ kennen. „Ihr bringt die Leute zusammen und habt ein feines Gespür für die richtige Gestaltung einer Hochzeit“, rief er den Hochzeitsladern zu. Sein besonderer Dank galt Hans Breitwieser als umsichtigen örtlichen Ausrichter des Treffens. Die Hochzeitslader gäben der Region ein besonderes Lebensgefühl für das, was für den Chiemgau kennzeichnend sei.
Vier Neue werden
aufgenommen
Christian Glas, der schon langjährige Chronist der Hochzeitsladergemeinschaft, stellte die Hochzeitslader Andreas Neumaier aus Reichertsham, Stefan Leitner aus Kiefersfelden, Franz Jackl aus Schechen und Thomas Bernhard aus Söchering als Bewerber für eine Neuaufnahme vor, was jeweils einstimmig erfolgte. Sie selber gaben mit humorvollen Beiträgen eine Kostprobe ihres Könnens.
Ebenso einhellig angenommen wurde die Bewerbung von Hepberg als Ausrichter für das nächstjährige Treffen wieder am zweiten Adventssonntag.
Mit einem gemütlichen Beisammensein unter den angenehmen Klängen von der Gruppe „De kloa Musi“ fand das diesjährige Hochzeitsladertreffen einen harmonischen Abschluss.