Wiedergründungsmitglieder geehrt

von Redaktion

Gemeinsame Weihnachtsfeier des VdK und der Soldatenkameradschaft in Staudach-Egerndach

Staudach-Egerndach – Ruhig und besinnlich verlief die gemeinsame Weihnachtsfeier des VdK-Ortsverbands und der Krieger- und Soldatenkameradschaft im Gasthof „Zum Ott“. Die „Hinum-Herum Musi“ sorgte mit feinen Tönen für adventliche Stimmung, und Bürgermeisterin Martina Gaukler las lustige und besinnliche Geschichten. Mit Spannung wurde der zweite Teil des Abends erwartet, den die Kameradschaft gestaltete.

Vorsitzender Bernd Koller informierte, dass die KSK, gegründet im Jahr 1904 und somit über 120 Jahre alt, eine bewegte Geschichte hat. Der Verein wurde gegründet, um an die Schrecken der Kriege zu erinnern und zu mahnen sowie der Gefallenen und Vermissten zu gedenken. Wie Bernd Koller berichtete, hieß der Verein damals Veteranen- und Soldatenverein Egerndach. Auslöser für die Gründung war der Deutsch-Französische Krieg von 1870 bis 1871, in dem viele ihr Leben ließen. Später wurde auch der Opfer des Ersten Weltkrieges gedacht. Doch dann kam ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, so Koller, und damit der Zweite Weltkrieg mit unzähligen Opfern. Im Jahr 1943 wurde die Kameradschaft verboten. Die Fahne musste abgegeben und der Grassauer Polizei übergeben werden, wo sie eingelagert wurde. Es war im Jahr 1985, als Hermann Neumayer den Verein wieder zum Leben erweckte und neu gründete. Ihm gelang es auch, die alte Fahne zurückzuholen.

Vor 40 Jahren, so Bernd Koller weiter, fand Neumayer viele Mitstreiter, die gemeinsam entschieden, den Verein neu zu gründen. Von diesen 40 Kameraden, die am 22. März die Kameradschaft wiedererweckten, seien nur mehr neun übrig. Koller, selbst Gründungsmitglied, dankte Georg Angerer, Franz Heigenhauser, Karl Kaditzky (in Abwesenheit), Albert Neumayer, Johann Ranz, Philipp Schützinger (in Abwesenheit), Günter Sturm und Klaus Weiser für die damals gezeigte Weitsicht und für das Engagement. Im Laufe des ersten Jahres sind weitere 35 Mitglieder hinzugekommen, von denen jedoch nur noch acht am Leben sind. Auch diese Mitglieder des ersten Jahres ehrte Bernd Koller. Ausgezeichnet wurden Peter Bondzio, Sebastian Buchner, Wolfgang Eberwein, Albert Hogger senior, Franz Just senior, Ludwig Kracher, Ria Pfeiffer und Martin Schweiger. Bürgermeisterin Martina Gaukler dankte allen für ihr Engagement. Vor sechs Jahren, als sie Bürgermeisterin wurde, habe sie den Unterschied zwischen VdK und KSK nicht ganz verstanden. Was beide Vereine eint, sei das Gedenken und das Kümmern um diejenigen, die im Schatten stehen. Sie dankte auch dafür, dass die Vereine die Traditionen aufrechterhalten. tb

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