Prien – Der anstehende Kommunalwahlkampf wirft seinen Schatten voraus. So auch bei der parteifreien Umweltliste „Bürger für Prien“. Im Bayerischen Hof hat ihre Aufstellungsversammlung stattgefunden, mit dem Ziel, die Gemeindearbeit auch in den kommenden sechs Jahren mitzuprägen und dazu ein schlagkräftiges Team ins Rennen zu schicken.
Gemeindepolitik ohne
dogmatischen Überbau
Das Gremium einigte sich schnell und einstimmig auf eine Liste, die bewusst zwölf Kandidaten umfasst und dabei eine ausgewogene Mischung aus jungen und alten, weiblichen und männlichen Kandidaten sowie Erfahrung und Tatendrang präsentiert. Prominent auf den ersten vier Plätzen stehen Tobias Ihm, Kersten Lahl, Kristin Lindemann und Marion Hengstebeck.
Chancen und die Kernpunkte des Wahlprogramms wurden ausführlich diskutiert. Den Ansatz, eine nur auf Prien konzentrierte Gemeindepolitik ohne dogmatischen Überbau etablierter Parteien zu vertreten, begreifen die „Bürger für Prien“ als ihre große Stärke. Inhaltlich sieht sich die parteifreie Umweltliste wie bisher dazu verpflichtet, konsequent für ein Prien im Einklang mit Mensch und Natur einzutreten. Dafür sei entscheidend, Grundlagen und Überzeugungen im Ort zu verbessern und drohenden Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Prien brauche nicht nur eine reine Verwaltung des Mangels, sondern gestalterische Ideen auf dem Weg in die Zukunft. Es reiche nicht aus, als Leitbild die „lebenswerteste Seegemeinde im Alpenraum“ vorzugaukeln. Vielmehr gelte es, realistische Zielsetzungen zu entwickeln und sie konsequent zu verfolgen. Auch sollten die Wünsche und das Potenzial der Bürger insgesamt sehr viel offener in die konkrete Gemeindepolitik eingebunden werden als bisher.
Als zentrale Themen für die nächste Wahlperiode identifizieren die „Bürger für Prien“ insbesondere die Bereiche Verkehr, Gestaltung des Ortszentrums, bezahlbare Wohnungsangebote und den Erhalt der seenahen Landschaft – sowie die Abwehr von Trends, die fatal an Negativbeispiele andernorts erinnern. Die „Bürger für Prien“ seien stolz darauf, sich immer wieder als notwendiges Korrektiv in der Gemeinde erwiesen zu haben.
Eine der Anwesenden brachte es auf den Punkt: „Wie sähe das heutige Prien wohl ohne uns aus?“ Auch aktuell gebe es am See, beispielsweise mit Bauvorhaben rund um das Prienavera, wieder Grund zur tiefen Sorge.
Zuversicht
und Schaffenskraft
Primäres Ziel der Umweltliste sei vielmehr, durch ein überzeugendes Wahlergebnis die Chancen einer aktiven, pragmatischen Gemeindepolitik zu verbessern. Zuversicht und Schaffenskraft waren im Saal greifbar zu spüren.