40 Jahre Herzblut und Engagement

von Redaktion

Kirchenchor Schleching feiert 40-jähriges Bestehen und ehrt Chorleiterin Maria Blank

Schleching 40 Jahre Kirchenchor und 40 Dienstjahre mit viel Herzblut und Engagement bescheinigte Pfarrer Martin Straßer der Schlechinger Chorleiterin Maria Blank jüngst bei einem festlichen Konzert.

Das zahlreich in der Pfarrkirche St. Remigius erschienene Publikum bekräftigte diese Aussage mit viel Applaus für Maria Blank. Gekrönt wurde der besondere Anlass von einem Kirchenkonzert, für das Blank Stücke auf hohem Niveau zusammengestellt hatte.

Den Anfang machte das Blockflötenquartett Solumira, das die Töne seiner Flöten durch den weihnachtlich geschmückten und mit Kerzen erhellten Kirchenraum schickte. Es folgte, am Altar stehend, der Kirchenchor mit einem Ohrwurm unter den Adventsgesängen: „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Der Sprecher Robert Hintereder erzählte danach, dass das Lied von einem Dichter stammt, der ein couragierter Kämpfer für Menschenrechte war. Friedrich Spee stritt vor 400 Jahren als einer der Ersten gegen Folter, Hexenverfolgung und für rechtsstaatliche Prinzipien. Robert Hintereder fand, dass eine Einstimmung auf den Geist der Weihnacht mit den Stimmen des Kirchenchors bei diesem Lied gelingen kann.

Weitere Höhepunkte des Abends gestaltete das Frauenchorensemble Novalis aus dem Pfarrverband Oberes Achental unter der Leitung von Maria Blank. Besonders der Weihnachts-Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ begeisterte die Zuhörer. Hintereder interpretierte den Text als Weg zum Neuanfang. Im weiteren Verlauf des Konzerts wechselten sich Chor- und Instrumentalstücke ab, darunter mittelalterliche Lieder, die christliche Traditionen und den Advent aufgriffen.

Ein besonderes Erlebnis bot der Einsatz der neuen Schlechinger Orgel in Verbindung mit dem Hymnus „Ave Maris Stella“ aus Claudio Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“. Das Orgel-Solo von Sebastian Noichl mit Mozarts „Adagio für Glasharmonika“ sorgte für einen emotionalen Moment und ließ die Hoffnung auf viele weitere Orgelkonzerte in Schleching aufkommen.

Der Kirchenchor sang das ökumenische Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippen hier“ von Johann Sebastian Bach, das Hintereder zu einer Geschichte inspirierte. Die Aussage eines Engels „Alles wird anders“ und das Fazit „Rechne mit dem Unbekannten, es könnte eine Botschaft sein“ standen dabei im Mittelpunkt. Hintereder gab den Zuhörern den Rat: „Weihnachten ist ein Weg durch die Dunkelheit – nur so siehst du den Stern.“

Zum Schluss stieg der Kirchenchor dann noch auf die Empore und bot den Zuhörern die „Kleine Stille Nacht Messe“ von Josef Gmachl in Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei mit Begleitung der Orgel dar. Es war ein Genuss für die Zuhörer – wie das gesamte Kirchenkonzert.

Das Konzert endete mit Dankesworten von Robert Hintereder im Namen von Maria Blank an alle Mitwirkenden.

Pfarrer Straßer wünschte den Besuchern eine schöne Weihnachtszeit und spendete den Segen. Den Schlusspunkt setzten die in der Orgel integrierten Kuhglocken, deren Klänge vielen ein Lächeln ins Gesicht zauberten. wun

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