Online-Buchungen boomen

von Redaktion

Priener Touristiker legt beeindruckende Zahlen vor – Gäste bleiben länger

Prien – Es kommen weniger Gäste in die Marktgemeinde. Nicht tragisch. Denn die, die kommen, bleiben länger. Von Januar bis September ging die Zahl der ankommenden Urlauber in Prien um 306 im Vergleich zur gleichen Zeit im Vorjahr zurück. Die Zahl der Nächte, die Gäste hier verbrachten, stieg hingegen um 7.829.

Mehr Familien unter
den Besuchern

Die Übernachtung in Hotels ist nach wie vor der dickste Brocken, Campingplätze und Ferienwohnungen holen schrittweise auf. Was Florian Tatzel, der Touristiker des Priener Rathauses, durchaus positiv findet: „Campingplätze und Ferienwohnungen bringen uns mehr Familien, denen die Hotels entweder zu steif oder zu teuer sind.“

Gunter Kraus wollte im Wirtschafts- und Tourismus-Ausschuss von Florian Tatzel wissen, ob dieser einen Trend zu immer mehr Individualität sehe und aus diesem Grund die Zahl der Hotelbuchungen zurückgehe. Das könne er so nicht sagen, so Tatzel. Für seine Begriffe buchten Hotelgäste öfter spontan, nur kurz übers Wochenende. Campingplätze und Ferienwohnungen werden wohl generell mit mehr Vorlauf gebucht. Was auch erklären würde, warum der Januar der Monat mit den meisten Buchungen online (264) sei.

Überhaupt, die Online-Buchungen: Die sind erst seit 2024 so richtig möglich, brachten aber schon im ersten Jahr ein Umsatzplus von gut 400.000 Euro – von rund 600.000 auf knapp über eine Million Euro. Auch die Zahl der Buchungen und der gebuchten Nächte stieg deutlich an. Und der Trend setzt sich laut Florian Tatzel in diesem Jahr fort: Bis September, also nach drei Vierteln des Jahres, lag die Zahl der Buchungen nur neun Prozent unter der Zahl des gesamten Jahres 2024. Die Online-Buchbarkeit von Unterkünften in Prien steigt laut Tatzel „massiv, das Potenzial wächst“.

Den größten Umsatz durch Online-Buchungen bringt Platzhirsch „booking.com“. Dicht gefolgt von der Touristinfo Prien. Was Bürgermeister Andreas Friedrich durchaus freut: „Eindeutiger Beleg, dass die Touristinfo noch gebraucht wird. Und: Sie bindet auch andere Anbieter an.“ 256.132 Übernachtungen waren es von Januar bis September 2025 – und das ohne die Kliniken. Rechnet man die mit ein, steigt die Zahl der Ankünfte zwar nur um knapp 8.000, die Zahl der Übernachtungen aber verdoppelt sich fast – 487.887 waren es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres.

Hotels sind
die Platzhirsche

Die Hotels dominieren mit 109.000 Übernachtungen, allerdings sind das knapp 4.000 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ab Mai, so hat es Tatzel beobachtet, ließ da die Nachfrage im Vergleich zur selben Zeitspanne 2024 deutlich nach.

Die Campingplätze verzeichnen mit gut 65.000 rund 8.000 Übernachtungen mehr, die Ferienwohnungen mit knapp 52.000 gut 4.000 mehr. Alle anderen Unterkunftsarten sind weit abgeschlagen.

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