Staudach-Egerndach – Die Außenbereiche der Gemeinde sind bereits mit schneller Glasfaser versorgt. Nun wird noch auf den Breitbandausbau innerorts gewartet. Wie Bürgermeisterin Martina Gaukler informierte, soll der Ausbau voraussichtlich bis Mitte oder Ende des kommenden Jahres erfolgen.
Bereits seit
2024 ein Thema
In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte die Bürgermeisterin unter anderem über den Sachstand des Breitbandausbaus. Dieser beschäftigt die Gemeinde bereits seit 2023. Der letzte Beschluss hierzu wurde im August 2024 gefasst. Die ausführende Firma hatte damals in Aussicht gestellt, den Ausbau zu einhundert Prozent selbst zu finanzieren. Dabei, so Martina Gaukler, werde es auch bleiben.
Mittlerweile hat die Geschäftsführung der ausführenden Firma gewechselt, und ein neuer Bauleiter wurde eingesetzt. Aktuell erfolge der Ausbau in den Gemeinden Übersee und Rottau. Geplant sei ein Ringschluss, wonach als Nächstes Grassau erschlossen werden soll. Um zuverlässig eine schnelle Leitung bieten zu können, soll in Staudach-Egerndach auch ein Verteilerkasten aufgestellt werden. Dieser wird etwa zwei auf drei Meter groß sein und dürfe nach Belieben gestaltet werden. Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll ein geeigneter Platz gesucht werden. Die Verzögerung von circa einem Jahr liege, so die Firma, auch daran, dass in Übersee viele Vertragsabschlüsse während der Ausbauphase hinzukamen, gab die Bürgermeisterin die Informationen weiter. In Staudach-Egerndach gebe es bereits eine Anschlussquote von sechzig Prozent. Die Umsetzung sei für das dritte Quartal 2026 vorgesehen.
Für eine Wärmeplanung sprach sich der Rat nun doch noch aus. Vor zwei Jahren hatte das Gremium entschieden, eine Wärmeplanung nicht zu beauftragen. Seither sei einiges geschehen, erklärte die Rathauschefin und verwies darauf, dass alle Gemeinden unter 100.000 Einwohnern eine solche Planung bis Ende Juni 2028 erstellen müssen. Die Wärmeplanung werde gefördert. Alle Gemeinden unter 2.500 Einwohner erhalten pauschal 34.800 Euro. Die Ökomodellgemeinden seien bei der Wärmeplanung schon gut dabei.
Räte ändern Meinung
zur Wärmeplanung
Aufgrund der Förderung würde sie dafür plädieren, den Beschluss aufzuheben und nun doch die Verwaltung mit den nächsten Schritten für eine Wärmeplanung zu beauftragen. „Wir werden es machen müssen und jetzt wird die Planung gefördert“, betonte sie.
Einstimmig votierte der Rat dafür, nun doch einer Wärmeplanung näherzutreten und beauftragte die Verwaltung mit der Vorbereitung, unter anderem dem Einholen von Kostenangeboten.