Freie Wähler Bernau küren Franz Praßberger zum Bürgermeisterkandidaten

Die Top-Kandidaten der Freien Wähler Bernau: (von links) Donat Fischer, Ulrike Adler, Florian Wöhrer, Christian Praßberger und Franz Praßberger.Foto Adersberger

Die Top-Kandidaten der Freien Wähler Bernau: (von links) Donat Fischer, Ulrike Adler, Florian Wöhrer, Christian Praßberger und Franz Praßberger.Foto Adersberger

Bei der Aufstellungsversammlung stehen Themen wie Wohnraummangel, Gemeindefinanzen, Tourismus und Angebote für Kinder im Mittelpunkt

Bernau – Dritter Bürgermeister Franz Praßberger begrüßte bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler in Bernau im Gasthof Kampenwand jüngst besonders den stellvertretenden Landrat Sepp Hofer aus Halfing, der als Wahlleiter fungierte, und Barbara Stein aus Prutting, die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbands Rosenheim der Freien Wähler, die das Amt der Schriftführerin übernahm.

Zunächst ging Praßberger auf die Arbeit des Gemeinderats in den vergangenen sechs Jahren ein. Die Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber sei immer gut gewesen, bilanzierte er. Ein großes Problem in Bernau seien fehlende Wohnungen – und die vorhandenen seien zu teuer. Ein weiteres heißes Thema sind laut Praßberger die Finanzen. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug Ende 2024 600 Euro. Der Bau des neuen Strandbads kostete 2,5 Millionen Euro, und der Abriss der Grundschule mit anschließendem Neubau werde einige Millionen verschlingen. Zudem stehe die dringend notwendige Sanierung Eichets an.

Praßberger bedauerte es, dass die Ideen aus der Tourismusversammlung nicht umgesetzt wurden. Der „Chiemgau-Tourismus Traunstein“ schiebt nach seinen Worten an, doch der Tourismusverband „Chiemsee Alpenland“ kriege es nicht hin. Dieser setze sich zwar für die ganze Region ein, aber nicht für die einzelnen Orte, so Praßbergers Meinung.

Die Wahl der Kandidaten für die Bernauer Gemeinderatswahl begann mit dem Bürgermeister und Listenführer. Der bisherige Dritte Bürgermeister Franz Praßberger wurde einstimmig gewählt. Er ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Der gebürtige Bernauer ist Landwirt und schloss die Technikerschule in Landsberg am Lech als staatlich geprüfter Agrartechniker für Landbau mit Ausbildereignung ab. Ehrenamtlich tätig ist er unter anderem als Dritter Bürgermeister, als Seniorenbeauftragter der Gemeinde Bernau, als Vorsitzender der Kranken- und Bürgerhilfe mit mehr als 500 Mitgliedern, die eine Seniorentagesstätte im Kurpark gebaut hat, und als Vorsitzender des Bernauer Trachtenvereins. Großen Wert legt er eigenen Worten zufolge auf soziale Themen.

Listenplatz zwei nimmt Christian Praßberger ein. Listenplatz drei belegt Florian Wöhrer, Listenplatz vier Ulrike Adler und Listenplatz fünf Donat Fischer.

Die weiteren Kandidaten sind: Paul Praßberger (6), Dagmar Weiß (7), Franz Lackerschmid (8), Angelika Weiß (9), Michael Barhainski (10), Günter Beer (11), Ahmad Ohlert Nadim (12), Christina Thalhammer (13), Wolfgang Praßberger (14), Kai Maas (15), Veronika Lindenthal (16), Christian Brügel (17), Andreas Rummelsberger (18) und Alois Hirmer (19).

Bei den Vorstellungen der Kandidaten wurde deutlich, dass für sie Wohnraum und Kinder die wichtigsten Themen darstellen. Von Bedeutung sei auch das vielfältige Vereinsleben im Ort. Bedauert wurde das Fehlen von Wanderwegen in Bernau. Der Listenführer stellte fest: „Wir haben eine schlagkräftige Gruppe aufgestellt, mit fünf Frauen, mit Leuten mit viel Erfahrung, aber auch jungen Kandidaten.“aj

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Montag, 13. Juli 2026
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