Staudach-Egerndach – Die Gemeinde Staudach-Egerndach hat positiv auf den Wasserrechtsantrag der Firma Adelholzener Alpenquellen reagiert. Im Rahmen der öffentlichen Beteiligung stimmte der Gemeinderat jüngst dem weiteren Betrieb der Brunnen drei und vier auf dem Gemeindegebiet zu.
Martina Gaukler, Bürgermeisterin von Staudach-Egerndach, erklärte, dass die Firma Adelholzener Alpenquellen einen Wasserrechtsantrag für den Weiterbetrieb der Brunnen A1 bis A5 und für einen neuen Redundanzbrunnen sechs eingereicht und die Verlängerung der Entnahme von Tiefengrundwasser beantragt habe. Derzeit befinde man sich im Anhörungs- und Auslegungsverfahren. Für den weiteren Betrieb wurde eine beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis im bisherigen Umfang mit maximal 1,59 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr beantragt. Die Entnahmemenge solle sich ab 2036 auf 1,29 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr reduzieren. Auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung wird unternommen.
Wie die Bürgermeisterin erklärte, wurde ein unabhängiges Gutachten erstellt. Die Genehmigung sei jederzeit widerrufbar. Zudem werde nicht so viel Wasser entnommen wie genehmigt sei und es werde auch kontrolliert, was an Wasser nachwachse, erklärte die Staudach-Egerndacher Rathauschefin. Sie fügte hinzu, dass nur ein Bruchteil des Wassers, das sich regelmäßig neu bildet, entnommen werde. Außerdem gebe es eine naturschutzfachliche Begleitung.
Einstimmig erteilte der Gemeinderat von Staudach-Egerndach dem Unternehmen Adelholzener Alpenquellen im Beschluss seine Erlaubnis, die Brunnen drei und vier auf dem Gemeindegebiet Staudach-Egerndach weiter zu betreiben. Schäden an öffentlichen Wald- und Feldwegen, die durch die Bewirtschaftung entstehen, müssen ausgeglichen werden.tb