Bernauer Bewährungsfrist

von Redaktion

Gemeinderäte verlängern Carsharing-Vertrag um zwei weitere Jahre

Bernau – Mit großer Mehrheit votierte der Bernauer Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung für eine Fortsetzung des Carsharing-Vertrags. Zuvor hatte Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) das Gremium daran erinnert, dass die Verwaltung mit der Firma „überall GmbH“ im Februar 2024 einen Vertrag mit einer 24-monatigen Laufzeit abgeschlossen hatte. Der Gemeinderat hatte in seinem damaligen Beschluss auch gefordert, über die Nutzung des Fahrzeugs informiert zu werden, um über eine mögliche Fortführung beziehungsweise Beendigung des Carsharing-Vertrags zu beraten.

Spontanes
Autofahren

Biebl-Daiber präsentierte dem Gremium die Buchungszahlen und wies darauf hin, dass die Verwaltung seit einiger Zeit auf die Vorreservierung verzichte und das Fahrzeug nun spontan in Anspruch nehme. Eine Regelung, die laut Biebl-Daiber „sehr gut funktioniert.“ Die steigenden Zahlen der registrierten Nutzer zeigten zudem, dass das Auto deutlich intensiver von Privatpersonen genutzt werde.

Dr. Andreas Lang-Ostler (BL) befand, dass ein Leasing billiger komme. Matthias Vieweger (CSU) hingegen meinte, man solle den Vertrag noch einmal verlängern: „Wenn etwas neu ist, braucht es Zeit.“ Ein Carsharing-Auto müsse sich erst einspielen. Allerdings sollte man in zwei Jahren endgültig beschließen, ob sich eine Fortsetzung rentiere oder nicht. Ulla Zeitlmann (Grüne) sah das Carsharing-Auto als „wertvollen Baustein.“ Sie prophezeite, dass es für Pendler „der Horror“ werde, wenn es die „Rosi“ nicht mehr geben sollte und der zehnmonatige Schienenersatzverkehr in den Jahren 2027/28 drohe. Thomas
Herian (BL) erkundigte sich nach den Stromkosten, die die Gemeinde zahle, und forderte, diese noch mit aufzuführen. Peter Steindlmüller (CSU) wandte ein, dass der Nahverkehr immer defizitär sei. Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber erklärte, sie werde den Kämmerer bitten, künftig die Stromkosten mit aufzuführen. Ihres Wissens nach mache dies jedoch nicht viel aus. Eine Entscheidung bezüglich Verlängerung ja oder nein deswegen zu vertagen, sei aber nicht möglich, so Biebl-Daiber weiter. Der Vertrag müsse demnächst verlängert werden, sollte der Gemeinderat zustimmen.

Endgültige
Entscheidung folgt

Der abschließende Beschlussvorschlag, den Carsharing-Vertrag um zwei weitere Jahre zu verlängern, wurde mit 16:2 Stimmen positiv befürwortet. Der zweite Beschlussvorschlag, in zwei Jahren endgültig über eine Fortsetzung oder Beendigung des Vertrags zu beschließen, wenn dieser defizitär sei, fand kaum Befürworter. Mit 5:13 Stimmen wurde dieser Beschlussvorschlag abgelehnt.

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