Grassau – Mit offenen Augen über den Grassauer Advent zu schlendern, lohnte sich. Besucher erkannten die vielen liebevoll dekorierten Ecken, die besonderen Plätze und die Arbeit und Mühen der Organisatoren, des Kulturbüros sowie der Standbetreiber, die dem Markt eine besondere Note verliehen. Das gesamte Hefter-Areal verströmte auch ohne Schnee weihnachtliche Atmosphäre.
Gerade in der Vorweihnachtszeit sind Engel allgegenwärtig. Diesen magischen Wesen war eine kleine Ausstellung im Hefter-Kultur-Saal gewidmet. „Zwischen Himmel und Haus“ lautete das Motto der Ausstellung, in der Engel zu finden waren. Die Ausstellung zeigte ein vielfältiges Bild der Engel, sowohl im religiösen als auch im kulturellen Kontext. Es wurde erklärt, wie Engel vom religiösen Symbol zum dekorativen Alltagsobjekt wurden. In der bäuerlichen Stube, an den Wänden in Bildern oder auch als geschnitzte Figuren waren sie zu finden und waren Ausdruck von Schutz und Hoffnung. Ein Kinderzimmer mit Wiege und wachenden Schutzengeln war dekorativ gestaltet und schön anzusehen. Früher wurde dem Engel eine beschützende Rolle zugeschrieben, was auch in den ausgestellten Poesiealben nachzulesen war. Besonders in der Barockzeit war das Engelsmotiv beliebt, wie die Ausstellung informierte.
Wie in einem Wiener Kaffeehaus konnten Besucher auch im Hefter-Saal Kaffee und Gebäck, gereicht vom Trachtenförderverein, genießen. Währenddessen konnten die Besucher die Ausstellung betrachten und den musikalischen Darbietungen folgen. Im Foyer wurden die Kinder unterhalten. Sie durften in der Weihnachtsbäckerei mitmachen und in der Christkindl-Schreibstube ihre Briefe an das Christkind gestalten. Auch im Außenbereich gab es einiges zu entdecken. Im Märchenwald erinnerten Bilder an die Helden der Kindheit. Drei lebendige Schäfchen blickten die Zuschauer lustig an. Die Weihnachtsgeschichte wurde in der großen Krippe lebendig.
Den kalten Temperaturen setzten die Besucher heiße Getränke wie Glühwein und Punsch entgegen. Diese genossen sie in der Nähe der wärmenden Öfen, am Stand des Birn Pubs oder bei der Feuerwehr. Leberkässemmeln und Bosna, aber auch Crêpes und Waffeln wurden angeboten. Die Bauernbühne lockte mit heißem Bombardino, während der Kindergarten mit Schmandbrötchen aufwartete. Süße und herzhafte Crêpes bereitete der Reit- und Fahrverein zu, und frische Waffeln buk die Montessorischule. Die Grassauer Grund- und Mittelschule hatte gleich zwei Verkaufsstände. An dem Stand mit schokolierten Früchten wurde zudem erstmals die Praline „Achen-Taler“ angeboten – eine besonders leckere Kreation in einer edlen Verpackung.
Der Gartenbauverein begeisterte mit dekorativen Artikeln, die auch nach Weihnachten noch ein Blickfang sind. Kulinarische Spezialitäten aus Südtirol konnten am Stand der Partnergemeinde Tscherms erworben werden. Die südfranzösischen Freunde aus Rognonas boten Genüsse aus der Provence an.
Abgerundet wurde der Markt durch das musikalische Programm mit vielen Gruppen, verschiedenen Solisten und Musikschülern, aber auch größeren Formationen wie dem Achental-Chor oder Blasmusikensembles. tb