Traunstein – Spontanen Applaus spendeten die Mitglieder des Kreistags Traunstein, als Landrat Andreas Danzer (FW/UW) seinem Stellvertreter Sepp Konhäuser (SPDplus) für dessen Arbeit als Interimslandrat von Ende März bis Anfang Juli 2025 dankte.
Der Hintergrund: Nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag hatte der frühere Landrat Siegfried Walch (CSU) sein Mandat niedergelegt. Ein neuer Landrat musste gewählt werden. In der Zwischenzeit führte Konhäuser die Amtsgeschäfte im Landratsamt.
Danzer betonte weiter, 2025 sei „ein intensives Jahr“ gewesen, habe den Landkreis politisch und finanziell stärker gefordert, „als wir es gewöhnt sind“. Viele Entwicklungen – etwa steigende Sozialausgaben und wachsende Anforderungen in der Jugendhilfe – beträfen jedoch alle Landkreise in Bayern und in Deutschland. „Sie entstehen nicht durch lokales Fehlverhalten, sondern durch veränderte strukturelle Rahmenbedingungen“, so Danzer.
Man stehe gemeinsam in der Verantwortung. Der Landkreis bewege sich in einem engen gesetzlichen und finanziellen Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens müsse er „verantwortungsvoll priorisieren und Entscheidungen nachvollziehbar treffen“.
Das könne nur gelingen, wenn man die Zukunft des Landkreises mit Augenmaß gestalte und dabei im Blick behalte, „was die Kommunen und die Bürger brauchen“. Die Haushaltsberatungen bezeichnete Danzer als „anspruchsvoll, aber nicht unlösbar“. Die Gremien hätten sich in den vergangenen Wochen mit der Haushaltslage beschäftigt. Der Landrat dazu: „Unterschiedliche Sichtweisen gehören zur Demokratie. Entscheidend ist, dass am Ende Verantwortung steht.“
Der Landrat wählte einen bildhaften Vergleich: „Manchmal erinnert mich unsere Arbeit an eine Seilschaft am Berg. Jeder geht seinen eigenen Schritt. Aber verbunden sind wir alle. Und gerade dort, wo der Weg steiler wird, kommt es auf jeden Griff, jede Sicherung und jeden Kameraden an.“
Das Jahr 2025 habe sich für den Landkreis zu einem solchen Aufstieg entwickelt – anspruchsvoll, aber getragen von gemeinsamer Verantwortung. kd