Kult-Lokal „Pura“ schließt nach zehn Jahren

von Redaktion

Betreiber Lorenz Mayer: „Das Kapitel ist beendet“ – Großes Bedauern der Gäste

Breitbrunn – „Ein Kapitel darf zu Ende gehen, damit ein neues entstehen kann.“ Mit diesen Worten gab Lorenz Mayer, Inhaber des „Pura“ in Breitbrunn, über die sozialen Medien dessen Schließung bekannt. Nach zehn erfolgreichen Jahren endete die Geschichte seines Lokals mit Studio-Café zum Dezember.

Bedauernde
Kommentare

Es handelt sich hierbei nicht um ein spontanes Aufhören, sondern um eine wohlüberlegte Entscheidung, wie der Inhaber weiter mitteilte. Dieser Entschluss löste jedoch eine Schockwelle aus, wie die Kommentare unter dem Video auf Instagram zeigen. Nutzer äußerten sich so: „Mega mega schade, ihr habt das alles so wunderbar und einfach besonders gemacht.“ Ein anderer Schreiber meint: „Das ,Pura‘ ist/war mit Abstand das beste Restaurant rund um Rosenheim.“ Ein anderer Kommentar lautete: „Wir machen seit vielen Jahren Urlaub in der Nähe von Breitbrunn am Chiemsee und das ,Pura‘ haben wir in jedem unserer Urlaube, manchmal sogar mehrfach, besucht. Wie schade, dass diese Zeit jetzt zu Ende geht.“ Die Idee des „Pura“ war laut Lorenz Mayer, ein Stück Stadt aufs Land zu bringen und vegetarische sowie vegane Küche neu zu definieren. Dies gelang mit Erfolg, wie er erklärt und wie auch die Reaktionen auf Facebook zeigen.

Die Schließung soll jedoch kein endgültiger Abschied sein, so der Pura-Chef weiter, sondern ein Reset-Knopf. „Ein Innehalten, aus dem Kraft und Kreativität entstehen dürfen.“ Wann und wo es weitergehen wird, ist ungewiss, doch Mayers Worten lässt sich entnehmen, dass neue Projekte und neue Kapitel geplant sind.

Auf der Homepage des „Pura“ heißt es zudem: „Wie geht es weiter?… Noch steht zwar nichts Genaues fest, aber das ,Pura‘ soll auch weiterhin existieren. Alle News teilen wir über unseren Newsletter und auf Instagram mit euch.“

Bezüglich der Räumlichkeiten in Breitbrunn startete Lorenz Mayer Anfang September einen Aufruf, dass er einen Nachmieter sucht und Quereinsteiger in ihrer Anfangszeit unterstützen würde. Auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung, ob sich bereits jemand gefunden hat, gab es bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Auch Breitbrunns Bürgermeister Anton Baumgartner konnte dazu keine Auskunft geben. Die Lokalität des „Pura“ befindet sich in privater Hand, somit ist es keine Angelegenheit der Gemeinde. Baumgartner bedauert jedoch den Wegfall des Lokals: „Es ist immer schlecht, wenn ein gut geführtes Restaurant schließt. Es hat super funktioniert und war auch ein Anziehungspunkt für Menschen von außerhalb.“

Nachfolge
wohl ungeklärt

Bezüglich der Gastronomie-Situation im Ort erklärte Bürgermeister Baumgartner, dass Breitbrunn weiterhin gut aufgestellt sei. Es existierten noch das „Gasthaus zur Post“, das Restaurant „Die Renke“ und „Stefano am See“. Als touristische Region freue man sich aber immer über ein großes Angebot, daher wäre es schade, wenn sich für die Räumlichkeiten des „Pura“ niemand finden würde.

Bürgermeister Anton Baumgartner zeigte sich allerdings zuversichtlich: „Das ,Pura‘ hat ja gut funktioniert, warum soll dann etwas anderes nicht auch funktionieren?“