Prien – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ging es um den Antrag auf Vorbescheid zum Anbau eines Wintergartens und zur Änderung der Fassadengestaltung im Erdgeschoss eines Lokals in der Seestraße. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) führte aus, dass der Bauherr plane, seine Terrasse zu einem Wintergarten mit einer Tiefe von vier Metern und einer Breite von zehn Metern umzubauen. Die Fenster sollen raumhoch geöffnet werden. Für das Vorhaben gelte kein Bebauungsplan, es liege jedoch im Geltungsbereich der Sanierungs- sowie der Einfriedungs- und Gestaltungssatzung. Friedrich betonte, dass die Freihaltefläche zwischen Gebäude und Gehweg im weiteren Verlauf der Seestraße teils mit einem Carport oder einem Vorgarten nicht eingehalten worden sei. Da das Lokal durch den Wintergarten wiederbelebt würde, erachte er die Genehmigung als eine Art Wirtschaftsförderung, dem er zustimmen werde.
Im Gremium entwickelte sich ein Diskurs über das Vorhaben. Gerhard Fischer (ÜWG) sagte, die Seestraße sei kein Aushängeschild. Dennoch gefalle ihm das Vorhaben nicht, es rage zu weit in die Straße hinein. Gaby Rau (Die Grünen) erklärte, es sei aktuell nicht schön und ein Wintergarten wäre besser als die jetzige desolate Terrasse. Zudem würde damit die Lärmbelästigung reduziert. Gunther Kraus (CSU) meinte, man wolle diesen Bereich eigentlich insgesamt positiv umgestalten, daher solle man nicht mit einem Einzelobjekt von dieser Strategie abrücken. Das Gemeindeoberhaupt erwiderte, dass dort als einheitliche Linie die Grundstücke bis zum Gehweg genutzt würden. Diese könnten aber alle umgestaltet werden, so Kraus, der Wintergarten sei dann jedoch fix. Marion Hengstebeck (Bürger für Prien, BfP) erklärte, sie sehe es ebenso, dennoch wolle sie dem Vorhaben keinen Stein in den Weg legen.
Das Gremium erteilte sein gemeindliches Einvernehmen mit fünf zu drei Stimmen. Dagegen waren Hans Wallner und Gunther Kraus (beide CSU) sowie Gerhard Fischer (ÜWG). pw