Unterwössen – Die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres 2025 begann mit einer Überraschung. Bürgermeister Ludwig Entfellner (CSU) erteilte einer Abordnung der Grund- und Mittelschule Unterwössen das Wort. Schulrektor Otto Manzenberger und Fachlehrerin Martina Pertl waren mit fünf Schülern erschienen, um Weihnachtsgrüße zu überbringen.
Manzenberger dankte für die Unterstützung der Gemeinde. Die Schule habe in vergangener Zeit viel bekommen, sehr viel auch für die Schulküche: eine Küchenmaschine Thermomix, einen neuen Backofen sowie Nudelmaschinen. Die Schüler hatten die Vorteile ihrer neuen Küche genutzt und für die Weihnachtszeit gekocht und gebacken. Ihre selbst gemachten Produkte – Nudeln, Marmeladen, Plätzchen und Kräutersalz – luden sie auf einem Tisch im Gemeindesaal ab. Jeder Gemeinderat durfte sich bedienen.
Die Schüler berichteten von ihrer Arbeit. Der Thermomix kochte die Marmeladen. Der Brotteig entstand in den Küchenmaschinen, das Brot wurde im neuen Backofen gebacken. Die Kräuter für das Kräutersalz stammen aus dem Schulgarten, die Zutaten seien aus absolutem Bio-Anbau. Die bunten Nudeln waren mit Kurkuma, Spinat und Kakao gefärbt. Die Weihnachtsplätzchen kommen aus dem neuen Backofen.
Schule und Schüler würden sich über Rückmeldungen, wie es gemundet hat, sehr freuen, so Manzenberger. Bürgermeister Entfellner freute sich über die Gaben. Das Verhältnis zwischen Schule und Gemeinde sei geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, beschrieb er das Miteinander. „Wir kommen wieder“, verabschiedete sich Rektor Manzenberger mit seiner Delegation. Der Gemeinderat applaudierte.
Nach den Sachthemen der Sitzung fand Bürgermeister Entfellner am Ende lobende Worte für sein Gremium. Es sei die letzte Sitzung des alten Jahres, die Weihnachtssitzung. Er dankte den Kollegen des Gemeinderats und Zweitem Bürgermeister Johannes Weber (CSU) für den Einsatz.
Dieser erwiderte die Dankesworte. Normalerweise gebe es an dieser Stelle einen Jahresrückblick, aber die Themen der Bürgerversammlung seien noch lebendig in Erinnerung. Aus diesen ergab sich eine eindrucksvolle Bilanz über die vergangenen Jahre. Das sei der Erfolg einer guten Zusammenarbeit. Das Jahr sei geprägt gewesen von Gestaltungsfreude und Mut. Es brauche ein Gremium, das mitträgt. Vielen Dank für Einsatz und Engagement, sprach er vor allem dem Bürgermeister aus.
Entfellner sprach ein persönliches Schlusswort. Er beobachte seine Enkelkinder, wie sie die Adventszeit erleben.
Sie gestalten die Wochen bis Weihnachten in ihrer ganz eigenen Art, spüren einen besonderen Zauber. Wenn sie beim Aufstellen des Kripperls mit Ernsthaftigkeit jedes Detail beachten oder sich bewusst in die Dunkelheit zurückziehen und im Spiel verlieren, dann zeigen sie, was Erwachsene oft verlernt haben. Von den Kindern könne man lernen, die stade Zeit wirklich als solche zu genießen. Er wünschte allen ein gutes neues Jahr 2026.