Rottau – Auch heuer ging es bei dieser Veranstaltung um die Raunachtszeit und um einen Rückblick auf das vergangene Jahr umrahmt mit passenden Musikstücken und Liedern. Und zum Schluss kamen wieder die Perchten und verteilten Kletzenbrot. Zuerst spielte die Ombliah Geigenmusi. Huber war über die einzelnen Gruppen bestens informiert.
So wusste er, dass ein Damentrio aus Bayern bei einer Bergtour ein Herrenduo aus dem Salzburger Land für eine gemeinsame Musikgruppe, die Oimbliah Geigenmusi, engagierte. Sie musizieren mit viel Gespür und mit feinem Klang in der Besetzung zwei Geigen, Ziach, Harfe und Bassklarinette. Seit fünf Jahren singen die Geschwister Strasser aus Riedering gemeinsam und begleiten sich mit Ziach, Harfe und Bassgeige. Sie treten als Riederinger Hirtabuam auf. 2024 gewannen sie den Wettbewerb Traunsteiner Lindl. Sie sangen „Wiagal, Wiagal“ und auch „Geh net auße, du kloana Pinzga“. Schwungvoll spielte das Kirchberg Trio in der Besetzung Ziach, Zither und Kontragitarre auf. Seit dem 24. Juni (Johannitag) 2013 singen zwei Geschwister mit ihrer Cousine als Johanni Gsang Lieder aus der Region Weilheim. Ihr Lied „Die Heiligen Drei Könige folgen dem Stern“ war sehr feierlich. Die Kirchleitn Soatnmusi wurde 1998 in der Wasserburger Gegend gegründet. In der Besetzung Zither, Melodiegitarre, Hackbrett, Harfe, Begleitgitarre und Bassgeige spielen sie schöne gemütliche Weisen auf. Was bleibt beim stets gut besuchten Raunacht-Hoagascht im Messerschmiedsaal in Rottau gleich: das Kripperl auf der Bühne, Klatschen nur bei Beginn der Pause und am Schluss, kein Ausschank während des Programms, Perchten verteilen Kletzenbrot, Rückblick auf verstorbene Musikanten und Trachtler, zum Schluss Andachtsjodler und dann lang anhaltender Beifall. Organisatoren dieser Veranstaltungen waren zuerst Sepp Huber, der Glasei und dann sein Sohn, der Glaserer Miche. Sie sprachen über das Brauchtum in der Zeit der Raunächte, der zwölf Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig, die Raunächte mit dem Brauch des Ausräucherns und die Perchten. Kommentare zum Wetter und launische Worte zu allen möglichen Statistiken sorgten für Heiterkeit im Saal. Der Andachtsjodler war heuer gewidmet: Franz Kofler von den Rittner Buam, der die Okarina einführte, verstarb im Alter von 82 Jahren, Pfarrer Simon Mösenlechner Ruhestandspfarrer von Rottau verstarb im Alter von 89 Jahre. Er war ein treuer Raunacht-Gast und Stefan Frühbeis, Leiter und Gründer von BR-Heimat, verstarb im Alter von 64 Jahren. –aj