Grassau – Festlich einladend geschmückt präsentierte sich der Grassauer Hefter-Kultur-Saal am Mittwoch, und das aus gutem Grund, denn erstmals wurde hier eine Silvesterparty gefeiert, natürlich mit Musik. Organisiert wurde die Party vom Festkomitee, das mit der Feier im vollen Saal einen fulminanten Schlussakkord setzte.
Stolz auf ein Jahr mit
vielen Feierlichkeiten
In festlicher Robe kamen vorwiegend Grassauer Gäste, um bei der besonderen Silvesternacht dabei zu sein. Bürgermeister Stefan Kattari hieß die Gäste willkommen und erinnerte kurz an den Grund der Feier. So solle nicht nur der Jahreswechsel, sondern auch das Ende eines besonderen Jahres in Grassau gefeiert werden.
Mit Stolz könne man auf die Feierlichkeiten übers Jahr hinweg zurückblicken, sagte Stefan Kattari. Großen Dank richtete er an das Festkomitee, das auch diese Party wieder hervorragend organisiert habe. Der Bürgermeister kündigte noch eine Überraschung an. „Ich sage nur Tiger“, so Kattari, und damit war das Geheimnis gelüftet.
In bester Theatermanier studierte die Grassauer Bauernbühne, die 2025 auch ihr 60-jähriges Bestehen feierte und somit auch ihrem Festjahr einen weiteren Höhepunkt hinzufügte, das bekannte „Dinner for One“ ein.
Und es wurde lustig – fast lustiger als das Original. Als Butler James trat Klaus Kirchleiter auf, und Lady Sophie wurde von Renate Halbmayer gespielt. Die Einleitung sprach Albert Strehhuber, der darauf hinwies, dass nicht die längst verblichenen Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom am Tisch sitzen und den 90. Geburtstag von Lady Sophie feiern, sondern verstorbene Prominenz aus Grassau.
Lady Sophie speist mit Grassauer Prominenz
So speiste Lady Sophie mit Professor Wolfgang Sawallisch, dem weltbekannten Grassauer Dirigenten, Theodor von Hötzendorff, einem bekannten Grassauer Künstler, Dr. Franz Zech, ebenfalls ein Grassauer Würdenträger, sowie Altbürgermeister Konrad Strehhuber. Wie im Original schlüpft auch im Grassauer „Dinner for One“ James jeweils in die Rollen der Prominenten und prostet mit dem jeweiligen alkoholischen Getränk der alten Dame zu. Er wird dabei immer betrunkener und das Tigerfell am Boden wird zur großen Hürde.
Begeisterter Applaus
der Zuschauer
Wie Kirchleiter die vier imaginären Herren am Tisch spielte, war grandios, und das Publikum quittierte dies mit lautem Lachen. Da wurde das Zielen der Getränke in die jeweiligen Gläser immer schwieriger, bis letztlich die Vase herhalten musste. Der Gang des braven Dieners von der Anrichte zum Tisch, um die Speisen aufzutragen, wurde zudem immer beschwingter.
Begeistert applaudierten die Zuschauer. Nach dieser Überraschung wurde das Buffet eröffnet und die Party konnte beginnen. Mit Livemusik und Barbetrieb wurde weitergefeiert und das Jahr 2026 willkommen geheißen.