Alle Zeit der Welt – Vom Urknall zur Uhrzeit

von Redaktion

„Alle Zeit der Welt – Vom Urknall zur Uhrzeit“: Zeit als Geschichte des Universums und allen Lebens ist in der Sonderausstellung im MammutMuseum Siegsdorf spannend erlebbar.

Siegsdorf – Im Rahmen einer sehr gut besuchten Eröffnungsveranstaltung wurde im Siegsdorfer MammutMuseum die neue Sonderausstellung vorgestellt. „Alle Zeit der Welt – Vom Urknall bis zur Uhrzeit“ wurde vom Museum Mensch und Natur München konzipiert und war ein ganzes Jahr in München zu sehen. Nun wird „Mensch und Natur München“ umgebaut, und so kommt das Siegsdorfer Museum erneut in den Genuss einer Sonderausstellung aus München. Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm zeigte sich zu Füßen des großen Mammuts im Obergeschoss des Museums beeindruckt vom ausgezeichneten Besuch der Eröffnung, zu der neben Mitgliedern des Fördervereins auch viele Gemeinderäte, Mitarbeiter der Verwaltung und Vertreter der Nachbarmuseen gekommen waren. Kamm hatte einige Gedanken zum Thema Zeit mitgebracht und war sich sicher: „Die Ausstellung verdeutlicht die Geschichte des Universums, des Daseins, unseres Lebens.“ Der Urknall sei der Beginn von Raum und Zeit gewesen, aus Sternenstaub entstanden Materie, die Erde und das Leben. Das Bewusstsein stelle sich die Frage: „Was ist Zeit?“ und die Menschen versuchen mit ausgefeilten Methoden, „Zeit zu messen“ und sie dadurch sichtbar zu machen, sie sei jedoch im stetigen Wandel und daher nicht festzuhalten.

Der Leiter des Münchner Museums, Dr. Michael Apel, war mit seiner gesamten Familie zur Eröffnung nach Siegsdorf gekommen und freute sich über die erneut sehr konstruktive Zusammenarbeit der beiden so unterschiedlich strukturierten Museen. „Zeit bestimmt das Leben, aber auch den Tages-, Jahres- und Weltenlauf – die innere Uhr von Pflanzen, Tieren und Menschen steuert Körperprozesse und Jahresabläufe bei der Fortpflanzung“, stellte Apel fest. Die Zeit sei für den Menschen eigentlich nicht begreifbar, aber mit der Ausstellung wolle man etwas Licht in das komplexe Thema bringen, ging Apel auf die Beweggründe der Konzeption ein. „Durch die Darstellung von Entfernungen entsteht bei einem Blick ins Weltall gleichzeitig ein Blick in die Vergangenheit“, schürte der Münchner Museumsleiter die Neugier auf die Ausstellung und bedankte sich bei den Siegsdorfer Verantwortlichen im Namen seiner Angestellten für die sehr angenehme Zusammenarbeit.

Dieses Kompliment gab der Siegsdorfer Museumsleiter Manfred Heynck gerne zurück und lobte ebenfalls das konstruktive und freundschaftliche Miteinander bei den Aufbauarbeiten zur Sonderausstellung. „Was ist Zeit?“, fragte Heynck und musste feststellen: „Auch in dieser Ausstellung wird diese Frage unbeantwortet bleiben“. Die Ausstellung versuche allerdings sehr erfolgreich, nach dem Vorbild der menschlichen Geschichte, die Zeit für die menschliche Wahrnehmung sichtbar zu machen. Sichtbar durch Bewegung wie etwa bei Pendeluhren, wo wiederkehrende Bewegung den Zyklus der Zeitmessung bestimmt, oder in Zusammenhang mit Entfernungen wie beim Fahrzeug-Tacho (km/h). Der Aufbau der Ausstellung beginnt dem Museumsleiter zufolge beim Urknall, dem Beginn der Zeit, den ältesten Zeugen im Sonnensystem und dem Alter der Elemente, aus denen Materie und Leben bestehen. Geologische Objekte erzählen anhand ihrer Spuren über das Leben vor Millionen von Jahren und das Alter der Gesteine. „Die Ausstellung zeigt Bereiche, die der menschlichen Wahrnehmung fern sind und gibt tiefe Einblicke in das Phänomen Zeit“, schloss Heynck und zeigte sich beeindruckt von der sehr guten Umsetzung und der spannenden und lehrreichen Ausführung der Sonderausstellung aus München. Gemeinsam ging es dann in den Sonderausstellungsraum im Untergeschoss zur intensiven und fachkundig begleiteten Besichtigung.

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