Fraueninsel – Wenn die Bürger auf der Fraueninsel am Sonntag, 8. März, zur Wahlurne schreiten, dann soll ihnen gleichzeitig bei einer Ausstellung präsentiert werden, zu welchen Ergebnissen die Planungskommission Denkmalschutzkonzept gekommen ist. Dabei geht es um eine Bestandsaufnahme und die Vorstellung möglicher Ziele, denn dieses Modul ist nun abgeschlossen.
Insulaner wollen
selbst entscheiden
Zwei andere sind vom Tisch: die Solaranlagen-Satzung und eine allgemeine Gestaltungssatzung im Sinne eines verbindlichen Denkmalpflegeplans. Die Insulaner möchten stets selbst entscheiden, das berücksichtigte der Rat auch in seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr. Die Fraueninsel ist weit mehr als ein idyllisches Fischerdorf mit einer ehrwürdigen jahrhundertealten Abtei. Auf ihr leben und arbeiten Menschen, die ihre individuellen Lebenskonzeptionen haben und ihre Vorstellungen auch umsetzen wollen.
Dadurch gestaltete sich das Ringen um ein geplantes kommunales Denkmalschutzkonzept und eine Solaranlagen-Satzung zäh. Die Solaranlagen-Satzung ist in dieser Form vom Tisch, weitere Schritte hinsichtlich des Denkmalschutzkonzepts sollen im kommenden Jahr dem neuen Gemeinderat überlassen sein. So entschied nun der Rat vor dem Jahreswechsel. Mitte November fand mit dem beauftragten Planungsbüro Götze und Vertretern des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege eine Videokonferenz statt. In seiner Entscheidung folgte der Rat der Empfehlung, die Erstellung einer allgemeinen Gestaltungssatzung oder -fibel nicht weiter zu verfolgen. Vorgeschlagen wurde stattdessen, die Bürger in Form eines Informationstages mit Ausstellung und gegebenenfalls örtlichen Führungen über das Ergebnis der Bestandsaufnahme sowie die Planung und die angestrebten Ziele zu informieren. Im Rat diskutiert wurde dabei der 8. März, der Tag, an dem in Bayern auch die Kommunalwahlen stattfinden. Möglicher Veranstaltungsort ist die Aula des Klosters, die dafür angefragt werden soll. Nach der Wahl soll sich der neue Gemeinderat auch mit dem verbliebenen Modul drei „Denkmalpflege und sanfter Tourismus“ beschäftigen und eine Entscheidung treffen, dazu riet das Landesamt für Denkmalpflege. Eine Empfehlung, der der Gemeinderat auf der Fraueninsel in seiner jüngsten Sitzung folgte.