Rimsting – Anerkennung für herausragendes bürgerschaftliches Engagement hat die Gemeinde Rimsting bei ihrer Neujahrsfeier im Café „Toni“ gezeigt, bei der fünf verdiente Bürger mit Anerkennungsurkunden und Präsenten geehrt wurden. Im Mittelpunkt standen besondere Leistungen im Sport, der langjährige Einsatz für die Feuerwehr, kommunales Ehrenamt sowie das seit Jahrzehnten getragene Seniorenprogramm der Gemeinde.
Bürgermeister Andreas Fenzl begrüßte im festlich gefüllten Café neben Gemeinderäten, Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und Altbürgermeistern auch die Träger der Bürgermedaillen und nutzte die Feier, um sich für die „wirklich gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und mit den Mitarbeitern der Verwaltung zu bedanken“. „Die kurzen Wege“ und das Arbeiten zum „Wohle der Gemeinde“ seien für ihn der beste Beweis für den hier so zutreffenden Werbespruch „Da weiß man, was man hat“, betonte Fenzl. Zugleich würdigte er das rührige Vereinsleben in Rimsting, das das „Rückgrat der Gemeinde ist.“
Als ersten zeichnete der Bürgermeister den Tennisspieler Christian Onken aus, der im Seniorenbereich beachtliche sportliche Erfolge vorzuweisen hat. Zusammen mit seinem Partner Arnold Neumann belegte Onken 2025 den dritten Platz im Herren-Doppel 70 bei den deutschen Meisterschaften. Er berichtete, wie er bereits als Junge zum Tennis gekommen sei, weil seine Eltern in Hamburg auf der betriebseigenen Anlage der ESSO AG Tennis gespielt hätten. Als studierter Sportwissenschaftler habe er zudem lange Feldhockey gespielt und sei dabei bis in die Bundesliga aufgestiegen. Der gebürtige Hamburger lebt seit 2011 in Rimsting.
Mit Johannes Nussbaum ehrte Fenzl anschließend einen langjährigen Kommunalpolitiker und Buchautor. Von 2003 bis 2014 gehörte Nussbaum für die UWG dem Gemeindeparlament an. Auf seine Initiative seien das Mammut im Westenbachtal ebenso zurückzuführen wie die Dorfführungen in Rimsting. Zudem schrieb er 17 Jahre für das Gemeindeblatt und verfasste drei Bücher über Papst Benedikt XVI. Nussbaum, der seit 2001 in Rimsting lebt und zuvor in Oberhaching bei München dritter Bürgermeister gewesen war, berichtete bei der Feier von einer Privataudienz bei Papst Benedikt, der sich dafür über eine Stunde Zeit genommen habe. Als dritten Geehrten bat Fenzl den früheren Kommandanten der Rimstinger Feuerwehr, Thomas Kunsler, nach vorn. Kunsler stand 18 Jahre an der Spitze der Wehr. Der Bürgermeister dankte ihm für das langjährige Engagement und die übernommene Verantwortung. Kunsler erklärte, er sei bereits mit 16 Jahren zur Feuerwehr gekommen und betonte, die Wehr lebe von den Menschen, die sich für die Feuerwehr engagierten. Wichtig sei aber auch immer eine moderne Ausrüstung, zeigte sich der ehemalige Kommandant überzeugt, der weiterhin in der Feuerwehr aktiv ist. Mit Elisabeth Weidenspointner und Irmi Fischer ehrte die Gemeinde zwei tragende Kräfte des gemeindlichen Seniorenprogramms. Beide hätten sich seit Jahrzehnten um die Angebote für ältere Bürger mehr als verdient gemacht, hob Fenzl hervor. Er erinnerte an die Anfänge der Seniorennachmittage unter der Leitung von Christa Kronast und stellte die Vielfalt des Programms heraus, das sich im Laufe der Jahre zu einer festen Institution entwickelt habe und von Ausflügen über Veranstaltungen und Vorträge bis zu weiteren Angeboten reiche. Fischer wurde für über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement für die Senioren ausgezeichnet, Weidenspointner ist seit über 20 Jahren aktiv dabei und pflegt zudem das Kriegerdenkmal. Beide blickten auf die Anfänge zurück, wobei Weidenspointner betonte, ohne die vielen aktiven Senioren würden sie das auch gar nicht so gerne machen, sie bekämen immer etwas zurück. daa