„Die drei Dorfheiligen“ begeistern Grassau

von Redaktion

Bauernbühne brilliert bei der Premiere – Publikum spendet frenetischen Applaus am Ende

Grassau – Begeisterung im Hefter-Kultur-Saal: Die Grassauer Bauernbühne hat mit der Premiere des Bauerntheaterschwanks „Die drei Dorfheiligen“ das Publikum bestens unterhalten und für frenetischen Applaus gesorgt. In der Komödienstadlfassung von Olf Fischer nach Max Neal und Max Ferner standen 13 Darsteller auf der Bühne, zwei von ihnen feierten dabei ihr Bühnendebüt.

Kurzweiliges Stück
mit Witz und Charme

Unter der Regie von Mona Pavlak und Melanie Mayer präsentierte die Bauernbühne ein amüsantes, kurzweiliges Stück mit viel Witz und Charme, das in bairischem und schwäbischem Dialekt gespielt wurde. Im Mittelpunkt steht das Bürgermeisterpaar Simon und Urschi Hilgermoser, überzeugend verkörpert von Martin Kropf und Andrea Hagl, das um seinen guten Ruf fürchten muss, als alte Briefe einer Magd auftauchen. Diese Schreiben bringen auch den Automechaniker Quirin Riedlechner, gespielt von Willi Sedlmayer, und den Bäckermeister Peter Söllbeck, dargestellt von Bernhard Polleichtner, in Erklärungsnot, da die Magd mit allen dreien eine ergebnisreiche Affäre gehabt haben soll. Die Briefe findet der Lehrer Martin Further, den Sepp Brunnhuber spielt, während Pfarrer Heizinger (Bert Küfner) auf Aufklärung drängt und selbst der Landarzt (Klaus Kirchleitner) nicht weiterhelfen kann.

Die Liebesgeschichte um Tochter Fanni, gespielt von Alexandra Gricks, und den in sie verliebten Lehrer wird zusätzlich verkompliziert, als dank der Schmuserin (Hanna Küfner) ein weiterer Hochzeiter auf den Hof kommt: der reiche Schwabe Jakob, den Wolfgang Ullrich mimt und der nach dem Motto „Liebe vergeht, Hektar besteht“ als vermeintlich idealer Bräutigam erscheint. Gemeinsam mit ihrer Freundin Mariann (Silvia Bachmann) wehrt sich Fanni gegen die Pläne der Eltern, während sich die Mutter des schwäbischen Hochzeiters, gespielt von Angela Polleichtner, mit den Brauteltern anlegt. Die verpeilte Magd Vroni (Sandra Kropf) kommentiert das Geschehen kopfschüttelnd. Am Ende, wie es sich für ein Bauerntheaterstück gehört, findet jeder den passenden Partner, alle Verwicklungen lösen sich in Wohlgefallen auf – die Zeche zahlen die drei Dorfheiligen.

Das Ensemble überzeugte mit gut gewählten Charakteren und präzisem Spiel. Besonders hervorgehoben wurden die Neuzugänge Angela Polleichtner, die das Theaterblut ihrer Familie in sich trägt, und Willi Sedlmayer, der als Automechaniker und Vater begeisterte. Für Lachsalven sorgte der Schwabe Jakob: Sobald Wolfgang Ullrich im schwäbischen Dialekt sprach und seine Rolle mit besonderer Gestik ausfüllte, gab es im Saal kein Halten mehr. Auch Angela Polleichtner brachte sich als Mutter stimmig im schwäbischen Dialekt ein und erntete zahlreiche Lacher. Zu den tragenden Kräften zählten zudem die jungen Darstellerinnen Alexandra Gricks und Silvia Bachmann.

Nächste Aufführung
am Sonntag

Zum Erfolg trugen hinter den Kulissen Souffleuse Monika Noichl, Maskenbildnerin Heike Wanka, Bühnentechniker Hans Göls sowie die Bühnenbildner Albert Strehhuber und Barbara Gschwendner bei. Die Vorstellung im vollen Saal wurde als rundum gelungene Theateraufführung gewertet.

Der Schwank „Die drei Dorfheiligen“ ist erneut am Samstag, 17. Januar, und am Samstag, 24. Januar, jeweils um 19.30 Uhr sowie an den Sonntagen, 11. Januar, 18. Januar und 25. Januar, jeweils um 17 Uhr im Hefter-Kultursaal in Grassau zu sehen. Karten sind im Vorverkauf bei Ticket Scharf und an der Abendkasse erhältlich.

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