„Die Haushaltslage ist nicht einfach“

von Redaktion

Trotzdem investiert die Gemeinde Grassau und blickt optimistisch in die Zukunft

Grassau – Zuversichtliche Planungen und finanzielle Herausforderungen prägen die Aussichten des Marktes Grassau für das Jahr 2026. Trotz angespannter Haushaltslage können begonnene Investitionen fortgeführt und zentrale Projekte weiter vorangetrieben werden, wie Bürgermeister Stefan Kattari in der Gemeinderatssitzung erläuterte.

Dringende
Sanierungen

Die Haushaltslage sei weiterhin nicht einfach, betonte Kattari. Verwaltung, Marktgemeinderat und Bürgermeister seien nach seinen Worten stets vorausschauend mit den anvertrauten Geldern umgegangen, was überdurchschnittliche Investitionen ermöglicht habe. Die Rahmenbedingungen seien eng, dennoch stünden dringende Sanierungen an. Kattari verwies auf das ASV-Sportlerheim sowie auf das Haus der Dorfgemeinschaft in Rottau. Zudem hätten der Tennisclub und die Feuerwehr Grassau Bedarf angemeldet.

Erfreulich sei laut Kattari, dass die Kreisumlage stabil bleibe. Die schlechte Nachricht sei, dass die Bezirksumlage deutlich ansteigen werde und dies wegen der Finanzierung der Bezirke durch die Landkreise wieder Auswirkungen auf die Gemeinden habe. Für 2026 stopfe der Freistaat mit einer Einmalzahlung die Lücke. Wie es danach weitergehe, bereite ihm jedoch ernste Sorge, wie er sagte.

Im Jahr 2026 wird das große Bauprojekt der Generalsanierung und Erweiterung von Grund- und Mittelschule fortgeführt. Voraussichtlich können das Biomasseheizwerk Rottau sowie die Kindertagesstätte am Gänsbach eingeweiht werden. Die Kanal-, Straßen- und Brückensanierungen werden fortgesetzt, zudem soll mit der Sanierung des ASV-Heims in Brandstätt begonnen werden. Weitere Vorhaben müssen zunächst geplant werden, darunter der Kreisverkehr Viehhausen und der Übergabeschacht zum Wasserbeschaffungsverband Übersee. Auch die Wärmeleitplanung ist noch zum Abschluss zu bringen. Das Themenheft „Grassau – Ost“ soll demnächst erscheinen.

Gesellschaftlich ist im Marktgebiet ebenfalls wieder einiges geboten. Geplant sind Märkte, Freiluftkino, die „Lange Einkaufsnacht“ und Christkindlmärkte. Zudem wird der Literaturpreis Deichelbohrer verliehen. Als Großveranstaltung findet die Gauversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft in Grassau statt.

„Echte“ Gespräche
führen

Die anstehende Kommunalwahl wirft bereits ihre Schatten voraus. Entscheidungen seien nirgendwo so nahe wie in der Gemeindepolitik, stellte Kattari heraus. Er hob hervor, wie wichtig es sei, dass Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und sich auch zur Wahl stellen. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass alle gelassen auf die kommende Wahl blicken dürften, da auf den Listen aller Parteien fähige Bewerber stünden. Bürgermeister Stefan Kattari wünschte sich, dass die Bürger zu den Wahlveranstaltungen gehen und dort „echte Gespräche und Diskussionen“ führen.

Mit einem Dank an alle Räte, an die Verwaltung, die Blaulicht-Organisationen sowie seine Bürgermeistervertretungen Daniela Ludwig und Manfred Huber schloss Kattari die Sitzung.

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