Bergen/Grabenstätt – Im Bergener Moos auf Höhe Kroneck ist derzeit ein großer landwirtschaftlicher Schlepper im Einsatz, der entlang der Weißen Achen auf und ab fährt.
Das Fahrzeug ist im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein unterwegs und sorgt dafür, dass der unbefestigte Feldweg als Baustellenzufahrt dienen kann.
Das schwere Fahrzeug fährt immer wieder die rund eineinhalb Kilometer lange Strecke ab, um Grasnarbe und Schnee zu festigen.
Die aktuellen Temperaturen tragen ebenfalls zur Verfestigung des Bodens bei. Dadurch lassen sich Flurschäden vermeiden, wenn im Nachgang Lkw, beladen mit Stein, Kies sowie Wurzelstöcken, die Fahrbahn nutzen.
Dies ist ein wichtiges Anliegen des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, das in der Weißen Achen einige Abstürze im Wasser umgestalten will. Ziel ist es, diese Hindernisse so zu verändern, dass auch weniger schwimmstarke Fische sie überwinden können. Dazu zählen Kleinfischarten wie Elritze oder Mühlkoppe.
Auch die Aalrutte, die lange Strecken zurücklegen kann, könnte die neue Durchgängigkeit des Gewässers nutzen und vom Chiemsee heraufschwimmen. Die Bachforelle ist bereits in der Weißen Achen heimisch.
Auf einer Länge von rund 900 Metern werden drei Abstürze jeweils in eine Sohlgleite umgebaut.
Diese aus Stein und Kies angelegten Sohlgleiten ermöglichen es Fischen, die Weiße Achen hinauf oder hinunter zu schwimmen, ähnlich einer Treppe.
Sollte der Frost anhalten, plant das Amt direkt anschließend den Umbau zweier weiterer Abstürze: Der eine liegt direkt an der Mündung des Bergener Bachs in die Weiße Achen, der andere ein Stück weiter bachaufwärts.