Mary Fischer will Bürgermeisterin werden

von Redaktion

Freie Wähler Rimsting nominieren Kandidatin und Gemeinderatsliste

Rimsting – Einstimmig haben die Freien Wähler Rimsting Mary Fischer als Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2026 nominiert und zugleich ihre Gemeinderatsliste mit acht Bewerbern aufgestellt. Die Nominierungsversammlung fand unter der Leitung von Christine Degenhart, Vorsitzende der Freien Wähler Rosenheim Stadt, statt, wie die Partei mitteilt.

Zahlreiche
Impulse gesetzt

Fischer blickte in ihrer Rede auf die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen 18 Jahren zurück, in denen sie als Gemeinderätin zahlreiche Impulse gesetzt habe. Sie sei 2008 erstmals, damals noch für die CSU, in den Rimstinger Gemeinderat gewählt worden. 2015 sei sie aus der CSU ausgetreten, bei den Kommunalwahlen 2020 sei sie mit einer eigenen Liste für die Freien Wähler und als deren Bürgermeisterkandidatin angetreten, erklärte sie im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Sieben Jahre sei sie zudem Mitglied des Landesvorstands der Freien Wähler gewesen und sitze seit 2020 für diese im Rosenheimer Kreistag. Im Rimstinger Gemeinderat seien die Freien Wähler seit der vergangenen Kommunalwahl mit Sepp Stöffl und ihr vertreten.

Zugleich machte Fischer deutlich, dass auf die Gemeinde neue Herausforderungen zukommen, die sie gemeinsam mit ihrem Team aus fünf Frauen und drei Männern engagiert angehen wolle „zum Wohle Rimstings und Greimhartings“, wie sie betonte. Die Gemeinderatsliste bilde nach ihren Worten bewusst die Vielfalt der Gemeinde ab: Vertreten seien die Ortsteile ebenso wie unterschiedliche Altersgruppen und Berufsstände. Inhaltlicher Schwerpunkt der Freie Wähler ist nach Angaben Fischers eine „ehrliche, transparente, pragmatische und nachhaltige Gemeindepolitik“. Ein zentrales Anliegen sei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, um der Abwanderung junger Menschen entgegenzuwirken und die soziale Durchmischung im Ort zu erhalten. Die Bürger sollten in jeder Lebensphase gut in Rimsting leben, wohnen und versorgt sein.

Auch beim Thema Energie sehen die Freien Wähler Handlungsbedarf. Der weitere Ausbau der zentralen Nahwärmeversorgung solle die Unabhängigkeit der Gemeinde stärken, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und langfristig stabile Kosten ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Verkehrssituation: Mehr Sicherheit, praktikable Lösungen für Anwohner und Pendler sowie die Weiterentwicklung des ROSI-Ruftaxi-Konzepts stünden im Fokus. Darüber hinaus wollen die Freien Wähler laut Fischer die Landwirtschaft als prägenden Bestandteil der Gemeinde stärken. Der Erhalt familiengeführter Betriebe und die Förderung regionaler Wertschöpfung seien wichtige Ziele. Gleichzeitig solle die Digitalisierung vorangebracht werden – mit digitalen Angeboten für Bürger, Betriebe, Vereine und den Tourismus.

Ruf nach lebendigem
Ortskern

Abschließend hoben die Kandidaten die Bedeutung eines lebendigen Ortskerns hervor. Ohne Wirtshaus leide das gesellschaftliche Leben im Dorf, wurde betont. Greimharting benötige ein funktionierendes Feuerwehrhaus, gemeindeeigene Gebäude wie die Schule müssten in absehbarer Zeit saniert werden – stets mit Blick auf Finanzierbarkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Gemeindehaushalt.

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