Festsaal und Ortsmitte auf der Agenda

von Redaktion

Nach einem erfolgreichen Jahr 2025 blickt Inzells Bürgermeister Michael Lorenz auf 2026. Auf der Agenda stehen die Sanierung des Festsaals, die Neugestaltung der Ortsmitte und diverse Straßensanierungen. Auch die Vorbereitungen für die 850-Jahr-Feier im Jahr 2027 haben begonnen.

Inzell – In der jüngsten Gemeinderatssitzung warf der Bürgermeister einen erfreuten Blick zurück auf das Jahr 2025 und skizzierte zentrale Projekte, die Inzell im Jahr 2026 und darüber hinaus beschäftigen werden. „Wir haben ein erfolgreiches Jahr hinter uns gebracht, Projekte vorangetrieben und gut zusammengearbeitet“, betonte Lorenz in der Sitzung. Schwierige Themen seien „mit gesundem Menschenverstand“ angepackt worden. Besonders freue er sich darüber, dass das neue Hallenbad inzwischen fertiggestellt sei – ein Vorzeigeprojekt, das den positiven Gesamteindruck des vergangenen Jahres abrunde, wie der Rathauschef ausführte.

Für 2026 stehen laut Lorenz gleich mehrere größere Vorhaben an. Ein Schwerpunkt ist die notwendige Sanierung des Festsaals in Inzell. Das Thema Festsaal solle in den kommenden Jahren umgesetzt werden, die Planungen laufen bereits. Ebenfalls auf der Liste: die Neugestaltung des Rathausumfeldes mit Parkplatz und Pflaster. Hier sei die Finanzierung noch zu klären, entsprechende Pläne sollen demnächst vorgestellt werden.

Zu den weiteren Maßnahmen zählen verschiedene Straßensanierungen, darunter auch der letzte Bauabschnitt der Sulzbacher Straße, wie der Bürgermeister mitteilte. Zudem werde der Umbau von Kindergarten und Schule nötig, um Mittagsbetreuung und Ganztagsbetreuung zukunftsfähig zu gestalten. „Das wird uns die nächsten Jahre begleiten im demografischen Wandel“, sagte Lorenz. Die frühzeitige Verlegung der Musikschule habe sich in diesem Zusammenhang als „vorbeugend eine sehr gute Entscheidung“ erwiesen, da nun zusätzliche Räume in der Schule zur Verfügung stehen.

Für 2026 ist außerdem der Abriss des alten Musikpavillons im Kurpark vorgesehen. An seine Stelle tritt das neue Fritz-und-Brigitta-Gastager-Haus, das künftig den Vereinen zur Verfügung stehen soll. Den Innenausbau wird der gemeindliche Bauhof mitbegleiten. Die Einweihung des Hauses ist nach Angaben des Bürgermeisters für dieses Jahr geplant – ein symbolträchtiger Zeitpunkt, denn Fritz Gastager wäre 2026 100 Jahre alt geworden.

Parallel dazu will die Gemeinde die Instandhaltung des Wasser- und Kanalnetzes weiter vorantreiben. Auch ein Umbau der Inzeller Touristik GmbH steht an, verbunden mit dem Umzug der Bücherei in den Ernst-Rappl-Saal. Bereits jetzt wirft die 850-Jahr-Feier Inzells im Jahr 2027 ihre Schatten voraus: Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben begonnen. Gefeiert werden soll dann nicht nur das Ortsbestehen, sondern auch der Wiederaufbau der Pfarrkirche, die 1724 abgebrannt und von 1725 bis 1727 neu errichtet worden war. Geplant ist laut Lorenz eine gemeinsame Feier, bei der auch historische Bilder von Gerda Berger gezeigt werden sollen. Die Detailplanung wird der dann neu gewählte Gemeinderat übernehmen – die Kommunalwahl ist für Sonntag, 8. März, angesetzt, worauf sich der Bürgermeister nach eigenen Angaben bereits freut.

Zufrieden mit der Zusammenarbeit im Rathaus zeigte sich auch der Zweite Bürgermeister Christoph Treiner. Er dankte Lorenz, dem Dritten Bürgermeister Richard Hütter und dem gesamten Gremium ausdrücklich: „Herzlichen Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, Inzell weiter zu entwickeln und das Miteinander macht wirklich Spaß“, lobte Treiner die gute Harmonie im Gemeinderat.

Ein zentraler Beschluss der Sitzung betraf die künftige Ortsentwicklung: Der Gemeinderat entschied, den Jahresantrag 2026 mit den erforderlichen Anlagen zur Aufnahme in das Bayerische Städtebauförderungsprogramm bei der Regierung von Oberbayern einzureichen. Damit soll die Neugestaltung der Ortsmitte gezielt vorangetrieben werden, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Insgesamt wurden der Regierung sieben Maßnahmen gemeldet, die sich für 2026 auf ein Volumen von 205.000 Euro summieren.

Wie Lorenz weiter mitteilte, plant die Gemeinde den Verkauf mehrerer ihrer insgesamt 13 Verkaufshütten. In den letzten Jahren seien stets nur zwei oder drei Hütten im Einsatz gewesen. Nun wolle Weißbach acht Exemplare erwerben, eine weitere Hütte soll nach Adlgaß abgegeben werden. Aus den Verkaufserlösen beabsichtigt die Gemeinde die Anschaffung von Faltzelten. Vier Hütten sollen im Bestand bleiben und Vereinen zur Verfügung stehen. Ansprechpartner dafür ist nach Angaben des Bürgermeisters Bauhofleiter Geggo Maier.

Mit den zahlreichen Weichenstellungen – von Straßen- und Hochbaumaßnahmen über das neue Fritz-und-Brigitta-Gastager-Haus bis zur Bewerbung im Städtebauförderungsprogramm – geht der Inzeller Gemeinderat mit einem vollen Aufgabenpaket ins Jahr 2026. Nach Einschätzung von Bürgermeister Lorenz kann die Gemeinde dabei auf eine bewährte Zusammenarbeit im Rathaus und im Gremium bauen – und „positiv in die Zukunft schauen“.

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