Nur 36 Alarmierungen im vergangenen Jahr

von Redaktion

Wenige Einsätze und reges Vereinsleben prägen 2025 bei der Feuerwehr Eisenärzt

Siegsdorf – „Glück auf“, mit diesen Worten begrüßte Vorsitzender Thomas Oberpriller die zahlreichen Mitglieder und Besucher zur Jahresversammlung im Trachtenraum Eisenärzt. Er verwies dabei auf die Partnerwehr im sächsischen Venusberg, mit der man im August einige schöne Tage verbringen durfte. Oberpriller freute sich zudem über den guten Zusammenhalt in Verein und Mannschaft. Nach seinen Worten waren die Aktiven trotz der Einsätze und unzähliger Übungsstunden auch bei allen gesellschaftlichen Aufgaben und Ausrückungen bestens vertreten.

Garagen-Einweihung
für das Frühjahr geplant

Die Wehr besuchte im Jahr 2025 die Jubiläumsfeste in Traunwalchen-Pierling, in Surberg-Lauter und Taching sowie bei der Nachbarwehr in Hammer. Über die Einsätze beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding gab es auch Kontakt zur Feuerwehr im Südtiroler Antholz, und man bekam zu deren Fest ebenfalls eine Einladung. Zusammen mit der Nachbarwehr aus Ruhpolding machte sich der „Löschzug Biathlon“ auf den Weg ins Antholzer Tal. Neben dem Festbesuch stand in Antholz auch eine Besichtigung der komplett umgebauten Biathlonanlage auf dem Programm. Der Höhepunkt der Festsaison war aber dann im August der Besuch beim 100-jährigen Jubiläum der Partnerwehr Venusberg. Eine stattliche Schar Eisenärzter wurde in Venusberg freundschaftlich empfangen, und Kamerad Toni Seidl hatte ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Neben den Feiern gab es auch genug Arbeit für die Mitglieder. Die neue Garage konnte in vielen freiwilligen Stunden fast fertiggestellt und mit einem Schwerlastregal ausgestattet werden. Die Einweihung möchte man mit der Segnung des neuen Fahrzeuges TSF verbinden, dessen Lieferung im Frühjahr 2026 erhofft wird. Viel Einsatz erforderte nach den Worten des Vorstandes auch das jährliche Gartenfest am Donnerstag, 19. Juni, das heuer von bestem Wetter begleitet wurde. Trotz schmissiger Musik der „Heid geht’s grad Musi“ und von „Tombastig“ sowie der beliebten „Feierdeife-Party“ mit DJ Lumpi gingen die Umsätze im Vergleich zu den Vorjahren etwas zurück.

Mit sachlichen Fakten wartete Kommandant Klaus Pertl auf. Er berichtete von 36 Alarmierungen in einem eher ruhigen Jahr, die aber die volle Bandbreite der Aufgaben einer Wehr forderten. 28 technische Hilfeleistungen, ein Brandeinsatz, fünf Sicherheitswachen, eine medizinische Erstversorgung und ein BMZ-Alarm erforderten knapp 650 Einsatzstunden. Das nötige Wissen holten sich die 51 aktiven Frauen und Männer in 56 Übungen und mussten dazu noch einmal über 1.100 ehrenamtliche Stunden aufbringen. Zufrieden zeigte sich der Kommandant über die weiterhin hervorragende Tagesalarmstärke mit durchschnittlich 14 Aktiven und die große Bereitschaft zu Fortbildungen und Lehrgängen. Pertl bedankte sich dabei bei allen Aktiven und der engagierten Jugend sowie bei den Familien und Partnern für die viele ehrenamtliche Zeit und den ausgezeichneten Zusammenhalt. Er hob dabei besonders seinen Stellvertreter Freddy Überegger junior und die Gruppenführer hervor. Sein Lob galt aber auch der Gemeinde Siegsdorf mit Verwaltung und Bauhof, den Nachbarwehren und den vielen Unterstützern und Helfern.

Dem schloss sich Jugendwart Dominik Stadler gerne an, der von der Arbeit mit den zehn Buben und vier Mädchen der Jugendwehr berichtete. 19 Übungen, erfolgreiche Basis- und Funkmodule, der Wissenstest für acht Jugendliche und eine Erste-Hilfe-Ausbildung gemeinsam mit den Aktiven sowie die Christbaum-Aktion forderten den Nachwuchs. Mit Antonia Göllner konnte eine gut ausgebildete Feuerwehrfrau zur aktiven Wehr wechseln. Nach den Rückblicken von Schriftführer Stefan Ramstötter und dem zufriedenstellenden Kassenbericht von Kassier David Mitterherzog lobte Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm „einen gesellschaftlich bestens aufgestellten Verein und eine gut ausgebildete und engagierte Mannschaft“ und bedankte sich für die aktive Gestaltung der Partnerschaft mit Venusberg. Kamm ging auf den „mühsamen Prozess“ der Fahrzeugbeschaffung ein und hoffte, das neue TSF noch vor seinem Ausscheiden aus dem Amt selber übergeben zu können. Kreisbrandinspektor Ruppert Kink freute sich über die ausgezeichnete Zusammenarbeit der vier Ortswehren in der Gemeinde und mit den Nachbarwehren, gab Einblick in die Übungsangebote des Kreis-Feuerwehr-Verbandes (KFW) und freute sich auf weiterhin so engagierte und fachkundige Zusammenarbeit.

Ehrungen für
Überegger und Daubner

Abschließend konnten Kommandant Pertl und Vorsitzender Oberpriller Antonia Göllner zur Feuerwehrfrau, Alexander Fembacher zum Feuerwehrmann und Alexander Klammer zum Hauptfeuerwehrmann ernennen. Besondere Ehrungen gab es für Ehrenkommandant Alfred Überegger und Peter Daubner, die seit 50 Jahren aktiven Dienst leisten. Seit 40 Jahren engagiert sich Stefan Schürf und seit 20 Jahren sind Simon Herzog und Andreas Mayer aktiv im Einsatz.

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