Zahnarzt Anton F. Steinbacher führt Liste in Unterwössen an

von Redaktion

Freie Wählergemeinschaft nominiert Kandidaten für die Gemeinderatswahl – Mindestens ein Sitz soll erreicht werden

Unterwössen – Die Freie Wählergemeinschaft Wössen stellte jetzt ihre Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl im März auf. Fünf stimmberechtigte FWG-Mitglieder wählten in der Versammlung im Sportheim des SV Unterwössen einstimmig eine Liste mit fünf Plätzen.

Die gewählte Liste führt Anton F. Steinbacher an. Er belegt die ersten drei Listenplätze. Der 60 Jahre alte Zahnarzt im Ruhestand ist erst vor Kurzem zum Vorsitzenden der FWG Wössen gewählt worden. Bei der Aufstellungsversammlung erklärte er die Dreifachnennung damit, dass die Gruppe „relativ klein“ sei. „Wir hoffen, dass wir wenigstens mal einen reinkriegen“, wünscht sich Steinbacher. Der gebürtige Achentaler bringt politische Erfahrung auf Bundes- und Landesebene mit. Bei der EU-Wahl 2024 kandidierte er für die Freien Wähler im Landkreis Traunstein. Er trat als Bundestagskandidat für die FWG Erding und Ebersberg an. Steinbacher war Stabsarzt bei der Bundeswehr in Erding und führte später eine eigene Zahnarztpraxis. Vor dem Zahnmedizinstudium absolvierte er eine Ausbildung als Zahntechniker.

Nach eigenen Angaben ist Steinbacher gut vernetzt und pflegt direkten Kontakt zu Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger sowie zu Staatssekretär Tobias Gotthardt. Er ist Mitglied im Bundesfachausschuss für Gesundheit, Pflege und Soziales sowie im Landesfachausschuss Bayern. Als „Bürgerrechtler“ sprach er im vergangenen Jahr vor 12.000 Menschen auf der Theresienwiese in München. Seine Devise für die Kommunalpolitik: „Mit Vernunft gemeinsam machen statt reden.“

In der Versammlung warnte Steinbacher vor wachsenden Belastungen für die Kommunen. Die deutschen Kommunen hätten 2024 ein Rekorddefizit von 24,9 Milliarden Euro erreicht, so Steinbacher.

Der VdK und die Bundesregierung diskutierten über eine Verlagerung der Pflege auf die Kommunen. „Das war ein Riesenschock“, sagte Steinbacher. Er kritisierte, dass Kommunen zunehmend „Ausführungsgehilfen“ für EU- und Bundesregeln würden. „Dauernd kommt irgendwas Neues daher, und die Kommune muss zahlen.“

Auf Listenplatz vier folgt Mayk Weigelt, ein selbstständiger Schreinermeister. Weigelt ist sehr im Fußball des SV Unterwössen engagiert und in seiner Freizeit als Schiedsrichter tätig. Er pfeift Jugendspiele sowie Partien in der B-Klasse, A-Klasse und Kreisklasse.

Herbert Bichler belegt Listenplatz fünf. Der 71 Jahre alte Rentner arbeitete als Bauzeichner. Bichler ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er ist seit 52 Jahren Mitglied der Musikkapelle Wössen und engagiert sich zudem im SV Unterwössen sowie im Unterwössner Trachtenverein.

Die Versammlung wählte Steinbacher einstimmig zum Wahlleiter; Schriftführerin war Britta Steinbacher. Die fünf stimmberechtigten Mitglieder nahmen die von Britta Steinbacher vorgeschlagene Kandidatenliste in geheimer Abstimmung einstimmig an.

Zur beauftragten Person für die Einreichung der Wahlunterlagen bestimmte die Versammlung Britta Steinbacher und als ihren Stellvertreter Philipp Weißenbacher. Der bisherige FWG-Gemeinderat Weißenbacher kandidiert nicht wieder.

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