Dreikönigssingen: „Jauchzet, frohlocket, der Herr ist geboren“

von Redaktion

Bayerische Adventsmusik in Inzell – Verbindung zwischen den Gnadenorten in Bayern und Salzburg geknüpft

Inzell – Erwartungsvolle Spannung hat am Dienstag, 6. Januar, in der voll besetzten Frauenkirche in Inzell-Niederachen geherrscht, als die Musikanten mit einer „Bayerischen Adventsmusik“ feierlich das Dreikönigssingen eröffneten. Theresa Mader an der Klarinette, Johanna Döpper an der Querflöte, Maria Mader mit der Gitarre und Karin Schroll an der Harfe waren erstmals in dieser Besetzung zu hören und nahmen die Besucher mit.

„Jauchzet, frohlocket, der Herr ist geboren“, zitierte Markus Döpper als Sprecher die Worte aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Er begleitete die Hirten von Bethlehem zum Stall, wo sie gemeinsam mit den Königen dem Heiland huldigten. Das Bläsertrio Koch mit Regina und Bernhard Koch an den Flügelhörnern und Sohn Maxi an der Posaune unterstrich die Texte immer wieder mit melodischen Weisen und festlichen Melodien. Hubert Koch fügte sich an der diatonischen Harmonika mit melancholischen, aber auch beschwingten Weisen bestens in den musikalischen Reigen ein. Der Obersiegsdorfer Dreigesang mit Maria Mader, Johann und Markus Döpper begann mit dem wunderbaren „Gloria in excelsis Deo“ und füllte mit seinem fein abgestimmten Dreiklang das kleine Gotteshaus auch beim „Auf Bethlehems Spuren“ bis in den letzten Winkel. Karin Schroll an der Harfe sowie Maria Mader und Markus Döpper an den Gitarren überraschten dazwischen als Saitenmusik mit der wunderbaren Weise „Bethlehem“. Maria Mader unterstützte zudem Hubert Koch mit Gitarrenbegleitung. Der Sprecher füllte die musikalischen Pausen mit Gedanken zu Bethlehem und knüpfte dabei Verbindungen zu bedeutenden Gnadenorten in Bayern und Salzburg.

Selbstbewusst und fehlerfrei führte die elfjährige Theresa Mader mit ihrer Klarinette den Obersiegsdorfer Dreigesang zum wunderbaren Lied „Still, o Himmel“, das Karin Schroll mit einem berührenden Harfenstück abschloss. Mit einer Krippengeschichte des ehemaligen Innsbrucker Bischofs Reinhold Stecher appellierte Markus Döpper daran, Weihnachten nicht nur mit oberflächlicher Dekoration, sondern auch mit einem „Herzensdank an Gott“ zu gestalten, damit die Botschaft der Menschwerdung Christi „nicht für die Katz“ sei. Virtuos unterstrich Hubert Koch diese Botschaft und bereitete die aufmerksamen Zuhörer auf das Lied „Den Frieden wünsch ich euch“ vor. Eine kräftige Bläserweise und die Flötenmusik mit „Buama, steht’s schwind auf“ stimmten die Besucher auf das gemeinsame Abschlusslied „Nun freuet euch, ihr Christen“ ein, das einen berührenden und zu Herzen gehenden musikalischen Lobpreis abschloss. fkr

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