Bernau – Traditionell gehen in Bernau ab dem Freitag nach Heilig Drei König die Uhren noch einmal anders. Denn an diesem Abend werden durch die Krönungszeremonie die Prinzenpaare der „Chiemseenixen“ offiziell in ihr Amt eingeführt und regieren bis Aschermittwoch. Hoffentlich auch im Sinne von Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber. Sie wünschte den Hoheiten, die Bernau die nächsten Wochen weit über die Gemeindegrenzen hinaus repräsentieren, eine genussvolle und unfallfreie Saison, und zeiget sich etwas erleichtert darüber, dass der Fasching heuer nicht ganz so lang ist. Wobei: Was soll schon groß passieren, wenn die Nixenregentschaft heuer in der festen Hand des ortseigenen TSV liegt?
Alle packen für
den Fasching mit an
Familie, Freunde, befreundete Faschingsgarden und ehemalige „Nixen-Funktionäre“ haben sich angesagt und ihre elegante Abendgarderobe angelegt. Für diesen Festakt ist eigens die Mehrzweckhalle geschmückt, die Tische dekoriert und die Bar mit viel Glitzer und Klimbim für die späteren Nachtaktivitäten präpariert. Die Band Bekks mit Musikern aus bekannten Showbands wie die Les Diamonds und Seaside Four spielte mit flotten Hits und Straßenfegern.
Auf zum Tanz: Hof-DJ Matthias „Soundwell“ Lange übernimmt mit modernen Partyknallern die „After-Show“ bis zum nahenden Morgengrauen.
Hofmarschall Michael Fuchsreiter und Co-Moderatorin Alexandra Osterfeld führten schwungvoll und unterhaltsam durch den Abend.
Die Begrüßung von Präsidentin Steffi Janjic wird von Gardetänzerin Fanny Mac ins Portugiesische übersetzt. Passend zum Reiseziel der heurigen Session: Brasilien. Clemens Hopf erhält für seine unermüdliche Einsatzbereitschaft einen Orden als Ehren-(H)elfer. Michi Fuchsreiter eine Auszeichnung für sein 20-jähriges Bühnenjubiläum als Hofmarschall.
Für die künftigen Ex-Regenten naht nun der „härteste Moment“ ihres Lebens: der letzte Walzer und die Übergabe des Zepters. Zunächst trifft es das Jugend-Prinzenpaar Prinzessin Helena I. und Prinz Markus I., die nach dem letzten Tanz und einer letzten Ansprache ihre Insignien übergeben an Prinz Sebastian II., Herrscher des Chiemsees, der mit Gerechtigkeit und Fürsorge und Prinzessin Isabell I., Perle des Chiemsees, die mit Tanz und Eleganz verzaubert. Nicht nur begeistern die neuen Hoheiten mit einem ausgezeichneten Walzer. Ihre Antrittsrede ist sowohl ein Versprechen für einen „tollen und konfettibunten“ Fasching, als auch ein sehr emotionaler Dank an ihre Vorgänger, an die Trainer und vor allem an alle Unterstützer und Freunde, die immer für sie da seien, besonders aus dem Familienkreis. Dass der Abschied vom Nixen-Thron gleich so hart sein wird, haben sich Prinzessin Katharina II. und Prinz Max I. eigentlich nicht vorgestellt. Zumal es für beide als Gardetänzer weitergeht – weitergeht – aber halt „anders“. Trotzdem haben auch sie ihren letzten Walzer genossen und das Zepter zuzüglich eines Notfallpakets an die Nachfolger übergeben: „Genießt eure Aufgabe. Ihr habt noch gar keine Ahnung, wie toll das werden wird.“ Das werden Ihre Hoheit Prinzessin Daniela I., Herrscherin der wilden Pisten und Patronin der Senioren, und Prinz Tobias I., Herrscher der schweren Lasten und Beschützer des Mädchenfußballs, demnächst herausfinden. Auf sie warten große Aufgaben, dessen sind sie sich bewusst. Sie freuen sich über den Rückhalt und das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird, sowie die Herzlichkeit, mit der sie aufgenommen wurden, und den Zusammenhalt, der sie alle stark macht. Ihr Versprechen gilt: Einen tollen Fasching mitzugestalten, damit alle zusammen viel Spaß haben werden.
Für die Bambini-Garde ist der Ball der erste öffentliche Auftritt mit ihrem kompletten Tanz. Sie treten eine Reise über den großen Ozean an und treffen dabei auf Meerjungfrauen und Geheimnisse der Südsee. Sie erobern mit ihrem zauberhaften Auftritt die Herzen ebenso schnell im Sturm wie Funkenmariechen Antonia Riedel. Derweil sind die Kinder- und Jugendgarde schon auf dem Festland angekommen und erkunden die Geheimnisse Brasiliens.
Besonders angetan hat es ihnen der Karneval in Rios Straßen und der berühmte „Volkstanz“ des Landes: der Samba, den sie gemeinsam mit dem Jugend-Prinzenpaar mit großer Eleganz zelebrieren. Die Jugendgarde begeistert mit einem großartigen Marsch, für den sie eigens neu eingekleidet wurden. Auch die große Garde wird für ihren Marsch mit viel Beifall belohnt.
Ausgefeilte
Choreografie
Beide Märsche überzeugen durch ausgefeilte Choreografie, saubere Beinarbeit und eleganten Tanz. Das Grande Finale gebührt wie stets der Gardeshow. Heuer ein feuriger Tanz in Brasiliens Landesfarben, der gemeinsam mit dem hinreißenden Prinzenpaar in einem leidenschaftlichen Samba gipfelt.
Nächster Termin ist das Gardetanz-Festival am Samstag, 31. Januar, ab 13 Uhr in der Mehrzweckhalle. Der Nachmittag gehört den Kinder- und Jugendgarden. Abends kommen die Erwachsenengarden. Karten gibt es ganz unkompliziert an der Tageskasse.