„Chaos im Bestattungshaus“ bringt viel Gelächter

von Redaktion

Grabenstätter Theaterer feiern umjubelte Premiere einer schwarzen Komödie – Neun weitere Aufführungen geplant

Grabenstätt – Eine umjubelte Premiere feierte der Theaterverein Grabenstätt mit der turbulenten schwarzen Komödie „Chaos im Bestattungshaus“ von Winnie Abel im voll besetzten Saal der Schlossökonomie. Wer die erste Aufführung verpasst hat, dem bieten sich bis zum 1. Februar noch neun weitere Chancen.

Das Ensemble des Inzeller Theater-Urgesteins Helmut Spannring kann es schon jetzt kaum erwarten, wieder vor Publikum aufzutreten und sich für die harten Probenmonate zu belohnen. Von Trauerstimmung und Friedhofsruhe ist im Bestattungshaus Speck zum Glück keine Spur, vielmehr geht es auf der Bühne hoch her. Dies ist den urkomischen Charakteren, tollen Darstellern, skurrilen Situationen, Verwechslungen, Missverständnissen und Wortgefechten zu verdanken.

Zur Handlung: Das Bestattungshaus Speck steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Deshalb lässt sich der chronisch pessimistische Chef-Bestatter Gerd Speck, grandios gespielt von Hansi Stefanutti, nach anfänglichem Zögern auf ein unmoralisches Angebot ein. Für 40.000 Euro soll er die Beerdigung des Fabrikanten Udo Kemp inszenieren, obwohl dieser gar nicht tot ist. Darsteller Martin Grünbauer zeigte fortan eindrucksvoll, dass man auch als vermeintliche Leiche viel Spaß haben kann. Als Lebemann möchte dieser auf ungewöhnliche Weise von seiner reichen, verbitterten Frau Roswitha, überzeugend gespielt von Juliane Grünbauer, loskommen und dabei gleich noch eine Menge Geld mitnehmen. „Wird er sich seinen Traum von einem neuen Leben in der Schweiz erfüllen können?“, fragt sich der Zuschauer. Helfen soll ihm bei seinem ausgeklügelten Plan sein speichelleckender Mitarbeiter Ludwig, perfekt verkörpert von Theatervereinsvorstand Michael Hartl, der einmal mehr bewies, dass er in jede Rolle schlüpfen kann.

Doch als plötzlich die Ehefrau und die Geliebte von Udo Kemp im Bestattungshaus aufeinandertreffen, Gerds Specks geschäftstüchtige Frau Verona (Anna Pfeilstetter) den Geld einfordernden Gerichtsvollzieher Detlev Stecklüde (Simon Jendrischewski) schamlos mit Rum abfüllt, der unterwürfige Ludwig drauf und dran ist, mit Rita (Paulina Goëss), der Geliebten seines Chefs, durchzubrennen und dann auch noch die lebende Leiche Udo Kemp plötzlich auf wundersame Weise verschwindet, droht der unmoralische Plan ins Wanken zu geraten. Ihren Beitrag zur Verwirrung und zum Chaos leisten die abgefahrenen „Gothic-Mädels“ Paula Speck (Marianne Katterloher), Bestatter-Tochter, und Melanie, auch „Morgana“ genannt, kongenial gespielt von Katrin Hennes. Während Katterloher und Hennes großartige Bühnenpremieren beim Grabenstätter Theaterverein feierten, gelang Anna Pfeilstetter ein super Comeback.

Nachdem der lang anhaltende Schlussapplaus verklungen war, dankte der Vorsitzende und Darsteller Michael Hartl seinen Kollegen auf der Bühne, dem Regisseur Helmut Spannring, Co-Regisseur und Bühnenbauer Walter Grünbauer, Techniker Christian Maier, den Maskenbildnerinnen Simone Pechmann und Kyra Maier und den Kassendamen Marion Grünbauer und Marie-Luise Richter. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der kann noch an folgenden Terminen im Bestattungshaus Speck vorbeischauen und dem wenig pietätvollen Treiben aus sicherer Entfernung beiwohnen, wahlweise mit oder ohne Leichenschmaus: am Freitag, 16. Januar, am Samstag, 17. Januar, am Freitag, 23. Januar, am Samstag, 24. Januar, am Freitag, 30. Januar, und am Samstag, 31. Januar, jeweils um 20 Uhr (Einlass schon ab 18.30 Uhr) sowie mit geselligem Frühschoppen an den Sonntagen, 18. und 25. Januar, sowie am Sonntag, 1. Februar, jeweils um 10.30 Uhr (Einlass ab 9 Uhr).

Karten können wochentags über die Tourist-Information Grabenstätt, Telefon 08661/988731, reserviert werden.mmü

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