Pater Simo Grgic lobt den Zusammenhalt

von Redaktion

Neujahrsempfang in Seeon verbindet Gottesdienst, Musik und Ausblick auf das Jahr 2026

Seeon – „Der Neujahrsempfang mit dem Gottesdienst hat schon Tradition“, sagte Pater Simo Grgic in seinen einleitenden Worten und lachte: „Und der wird nun auch am kältesten Tag des Jahres durchgeführt.“ Er spielte auf die klirrende Kälte an, die rund um und in der Klosterkirche in Seeon herrschte.

Pater Simo Grgic feierte mit Diakon Dr. Gregor Herth die heilige Messe zum Fest der Taufe des Herrn. Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor Seeon und Truchtlaching sowie von der Kirchenmusikerin Andrea Wittmann an der Orgel. „Schön, dass ihr durchgehalten habt bei dieser Kälte, das ist einen Applaus wert“, forderte Diakon Herth die Kirchenbesucher am Ende der Messe auf. Viele der Ehrenamtlichen waren der Einladung der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates Truchtlaching gefolgt, die die Veranstaltung organisiert hatten.

Thema der emotionalen Predigt von Pater Simo, in der auch gelacht werden durfte, war die Aussage: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Er erzählte von einem guten Freund, der ihm immer sagte: „Hör´ mal zu, was soll ich tun? Immer wenn ich mich mit meiner Frau zerstritten hab, dann gibt es folgende Szene: Bild gibt es – Ton aber nicht.“

Pater Simo erwiderte stets: „Das ist auch nicht verkehrt, Ton kommt wieder, bin mir ganz sicher.“ Er betonte, dass er nicht über Karikaturen, sondern über Bilder sprechen wolle, und nannte die Taufe Jesu im Jordan als eine solche Geschichte mit vielen Bildern. „Tun wir, wie Jesus getan hat! Das ist eine Einladung, damit auch über uns und unserer zerrissenen Welt, in der so viel Elend herrscht und so viele Grausamkeiten geschehen, der Himmel offen bleibt.“

Im Anschluss daran zog die Kirchengemeinde in den Festsaal des Klosters. Am Fuße der Treppe der Klosterkirche wurden sie zunächst noch von den Truchtlachingern Alphornbläsern empfangen. Im Festsaal wurden die Gäste von Stefan Schulz, Manuela Bankl und Hans Bernauer von der „Schnupfer-Musi“ begrüßt, die den Neujahrsempfang musikalisch begleiteten. Dominica von Kiesling, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende aus Truchtlaching, hieß sämtliche Honoratioren willkommen, auch weit über die Pfarrgemeinde hinaus.

Seit geraumer Zeit ist der Pfarrverband Seeon mit dem Pfarrverband Trostberg und der Pfarrei Baumburg der sogenannte „Seelsorgeraum Oberes Alztal“. „Nach der wunderschönen Predigt ist es schwer weiterzumachen“, sagte sie und verwendete das Bild einer Pralinenschachtel mit ihrer Vielfalt als Symbol für alle anwesenden unterschiedlichen „Pralinen“. „Es gibt herbe Sorten und süße, klassische und überraschende, leise und sehr ausdrucksstarke.“

Ihrer Meinung nach fühlt sich unsere Gemeinschaft so an. „Als ich über unseren heutigen Neujahrsempfang nachgedacht habe, hatte ich genau dieses Bild vor Augen. Wir sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Begabungen“, ergänzte von Kiesling. „Jede und jeder bringt etwas Eigenes mit ein, und gemeinsam entsteht daraus etwas Wertvolles.“ Möglichkeiten für dieses Engagement gibt es auch im Jahr 2026, insbesondere bei den Pfarrgemeinderatswahlen am Sonntag, 1. März, und eine Woche später bei der Kommunalwahl. Aber auch bei den anstehenden Jubiläen und Festen im Jahr 2026.

Pater Simo Grgic meinte: „Nun haben wir ein wenig Zeit innezuhalten, bevor uns der Alltag wieder einholt.“ Er informierte, dass Kirche und Kommune nicht getrennt seien: „Wir arbeiten eng zusammen.“ Ebenso teilte er mit, dass die Aushilfe, Pater Sebastian aus Stein, wieder in seine Heimat nach Indien zurückkehrt. Des Weiteren geht Gemeindereferentin Irmi Huber in den wohlverdienten Ruhestand. „Ich hoffe, wir können aber auf sie noch ein wenig zurückgreifen.“ Im „persönlichen Wort“ ließ er verlauten, dass er „die Zusammenarbeit sehr schätzt, ich freue mich, hier ein Teil davon zu sein.“ Und er gab allen mit auf den Weg, „nicht übereinander, sondern miteinander zu reden.“don

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