Bezahlbarer Wohnraum im Aichfeld

von Redaktion

Neues Bauprojekt findet beim Grassauer Rat großen Zuspruch – Projekt wird weiterverfolgt

Grassau – Ein Wohnbauprojekt ganz nach den Wünschen des Marktgemeinderats stellte Planer Peter Sprus in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung vor. So sollen im Aichfeld bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Da es sich bislang vorerst um ein Projekt handelt, wurden Anzahl der Wohnungen und Größe der Baukörper noch nicht genannt.

Erste Skizzen
vorgestellt

Wie Bürgermeister Stefan Kattari berichtete, wurde dieses Projekt im Ortsentwicklungsbeirat bereits vorberaten. So soll die unbebaute Fläche am Aichfeld für ein besonderes Wohnbauprojekt genützt werden und es sollen Mietwohnungen entstehen. Die erste Projektierung mit drei Häusern gefiel dem vorberatenden Gremium nicht und so wurde die Planung auf zwei Häuser reduziert. Planer Peter Sprus informierte und zeigte erste Skizzen. Der Investor Dieter Müller habe bereits die Mitarbeiterwohnungen für das Hotel „Das Achental“ gebaut und möchte nun weiter investieren, in bezahlbaren Wohnraum.

Laut Sprus sollen zwei größere Baukörper entstehen im KFW-40-Stil. Damit sollen die Energiekosten für die Mieter geringgehalten werden. Als Schallschutz und Abtrennung zum Sportplatz sei eine vorgelagerte zweigeschossige Parkgarage vorgesehen, die an der Rückseite und auf der Dachfläche begrünt wird. Somit werden die Wohnungen von der Sportanlage abgeschirmt und von möglichem Lärm nicht beeinträchtigt. Alle Wohnungen seien Richtung Süden ausgerichtet. Die Anzahl der Wohnungen sei noch nicht festgelegt. Gedacht sei an einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan, in dem fixiert wird, dass die Hälfte der Wohnfläche im Rahmen eines bezahlbaren Wohnraums vermietet werde und maximal eine Miete von elf Euro pro Quadratmeter verlangt werden darf. Investor Dieter Müller gefalle der Standort und liege in seinem Sichtfeld, so betont Sprus. Erschlossen werde das Grundstück über die Anliegerstraße Aichfeld. Die Gebäude sollen in Massivbauweise erstellt und ähnlich ausgestattet werden, wie die bestehenden Mietarbeiterwohnungen. Geplant seien zwei Geschosse mit ausgebautem Dachgeschoss und alle Wohnungen barrierefrei.

Es liegen, so Bürgermeister Kattari, noch keine detaillierten Planungen vor, denn nun solle es erst um ein Meinungsbild gehen. Als interessantes Projekt bezeichnete Manfred Huber (AE) den Vorschlag. Ihm gefiel die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, sofern dieser dauerhaft gesichert werden kann. Es dürfe aber kein Konflikt mit den Sportanlagen entstehen.

Laut Sprus werde der Mietpreis in einem städtebaulichen Vertrag fixiert und in der Regel mit einer Anpassungsklausel versehen, die alle fünf Jahre eine Anpassung an die Lebenshaltungskosten ermöglicht.

Im Prinzip werde hier dann verwirklicht, was sich alle Parteien zur Wahl vor sechs Jahren bereits auf die Fahnen geschrieben haben, nämlich die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, bemerkte Olaf Gruß (SPD). Es freute ihn, dass sich nun zum Schluss der Amtsperiode diesbezüglich noch Wege öffnen.

Kein Eigentum
gewünscht

Auch Dr. Winfried Drost (UGL) gefiel das Projekt, fragte zudem nach einer Mietpreisbindung. Sprus erklärte, dass elf Euro der Basispreis seien, der nur über den Lebenshaltungsindex angeglichen werde, aber nicht an die Inflation gekoppelt sei. Zudem werden die Mietshäuser mit einer PV- Anlage ausgestattet. Laut Bürgermeister Kattari werde man sich zudem sichern, dass langfristig keine Eigentumswohnungen entstehen dürfen. Nach dem positiven Meinungsbild wird nun der Planer weitere Planunterlagen fertigen und dem Marktgemeinderat dann wieder vorlegen.

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