Wie zufrieden sind die Bürger mit der Kommunalpolitik?

von Redaktion

CSU-Ortsverband Seeon-Seebruck-Truchtlaching führt anonyme Online-Umfrage durch und stellt die Ergebnisse vor

Seeon-Seebruck – Der CSU-Ortsverband Seeon-Seebruck-Truchtlaching hat in den vergangenen Wochen eine anonyme Online-Umfrage über die kommunalpolitischen Prioritäten und ihre Zufriedenheit mit den lokalen Amtsträgern durchgeführt. Die Ergebnisse wurden jetzt im Hafenwirt-Saal vorgestellt. Rund 60 interessierte Bürger waren gekommen. Wie Moderator Christian Höfling mitteilte, seien rund 300 Fragebögen ausgewertet worden, wobei die meisten Rückmeldungen aus den Ortsteilen Truchtlaching (44 Prozent) und Seeon (40 Prozent) gekommen seien.

Nach Altersgruppen seien es vor allem die 30- bis 60-Jährigen, die mit circa 70 Prozent die größte Teilnehmergruppe gebildet hätten. Die unter 30-jährigen sowie die über 60-jährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten sich mit 15 Prozent die Waage gehalten.

Bei den politischen Prioritäten habe es klare Präferenzen zugunsten der Themenbereiche Bildung und Kinderbetreuung, Vereine und Ehrenamt sowie Bauen und Wohnen gegeben, sagte Höfling. Weniger hohen Zuspruch erhielten hingegen Digitalisierung und Verwaltung, Tourismus und Wirtschaft sowie Umwelt und Naturschutz. Auch bei der Frage nach den größten Herausforderungen für die Gemeinde Seeon-Seebruck in den kommenden Jahren habe es konträre Rückmeldungen gegeben. So belegte beispielsweise die Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde den ersten Platz. Ausweitung von Betreuungsplätzen sowie die Schaffung von vielfältigen Wohnangeboten im Rahmen des neuen Baugebiets „Seeon Dorf“ folgten knapp dahinter.

Durchaus interessante Erkenntnisse brachte die Frage nach den Informationsgewohnheiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Hier seien mit großem Abstand das Mitteilungsblatt der Gemeinde sowie der persönliche Austausch mit Freunden und Bekannten als wichtigste Informationsquellen genannt worden, erklärte der Moderator. Auch der Besuch von gemeindlichen Veranstaltungen wurde als wichtig bewertet. Erst dahinter folgten Social Media sowie Online-Nachrichtenportale, welche etwa gleichauf mit der örtlichen Tagespresse lagen.

Eine jeweils leicht positive Durchschnittsbewertung ergaben die Fragen nach der derzeitigen Zufriedenheit der Gemeindebürger hinsichtlich folgender Aspekte: „Wie gut fühle ich mich über lokalpolitische Themen informiert?“ Dafür gab es 3,3 von maximal fünf möglichen Sternen.

3,1 Sterne gab es für die Frage: Wie zufrieden bin ich mit der Arbeit des derzeitigen Gremiums? Jeweils drei Sterne gab es auf die Fragen „Wie gut fühle ich mich durch die Kommunalpolitik vertreten und wie ernst werden Anliegen der Bürger genommen?“

Eine angeregte Diskussion entwickelte sich bei der Vorstellung der Rückmeldungen aus dem Freitextfeld der Umfrage. Diese wurden nicht einzeln vorgestellt, sondern zu thematischen Gruppen gebündelt. Mit Abstand am meisten Rückmeldungen betrafen den Komplex Bauen und Wohnen, in welchem auch mit Kritik nicht gespart wurde. So wurde etwa die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum untermauert. Der schleppende Fortschritt des Projektes „Seeon Dorf“ inklusive intransparenter Kommunikation durch die Gemeinde wurde ebenso kritisch diskutiert wie auch das Bauvorhaben „Hoamat Tling“, das von einem Besucher als „zu teuer und daher komplett gescheitert“ bezeichnet wurde.

Der CSU-Ortsvorsitzende und Rat Franz Wörndl freute sich über die konstruktiven Vorschläge und kritischen Hinweise.Gabi Rasch

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