Rimsting – Da staunte der Mann aus Rimsting nicht schlecht. Als er am vergangenen Montagvormittag einen Blick aus seinem Fenster warf, sah er einen Heißluftballon, der gerade landete. „Für mich sah das aus wie eine Notlandung“, sagte er am Telefon. Er habe sofort seine Kamera gezückt und einige Fotos gemacht. Anschließend informierte er die Presse. „Das ist bereits die dritte Notlandung eines Ballons in der Nähe unseres Hauses“, sagt er. Die früheren würden jedoch mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen.
Bei dem Heißluftballon handelt es sich um einen Ballon aus Jena. Neben dem Logo einer lokal tätigen Dachdeckerfirma aus Jena fällt besonders der obere Bereich des Ballons ins Auge, der als Dach mit Schornstein gestaltet ist. Eine Anfrage bei dem Ballonteam bringt schnell Licht ins Dunkel. „Wir sind am Montag tatsächlich am Ortseingang von Rimsting mit unserem Heißluftballon gelandet“, sagt Pilot Karsten Oehmichen. Allerdings habe es sich hierbei um eine geplante Landung gehandelt. „Aus unserer Sicht war das ein optimaler Ort: an einer trockenen Nebenstraße, auf der wir unseren Ballon gut einpacken konnten“, sagt Oehmichen auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Bleibt die Frage, was Ballonfahrer aus Thüringen in der Region machen. Auch hier liefert Oehmichen eine Antwort. „Wir sind seit Samstag im Kaiserwinkl zum 23. Kaiserwinkl Alpin Ballooning.“
49 Ballone aus
fünf Nationen
Jedes Jahr, im Januar, wird diese Veranstaltung vom Tourismusverband Kaiserwinkl organisiert. Unter der Leitung von Irmgard Moser (ABE-Alpin Ballon Event) erheben sich täglich abwechselnd in Kössen und Walchsee 49 Ballone aus fünf Nationen in die Lüfte. „Wir waren schon mehrmals dabei und verbringen hier eine gute Woche Winterurlaub – mit Ballon, nicht mit Skiern“, sagt Oehmichen und lacht. Am vergangenen Montag (19. Januar) sei er in Walchsee gestartet und mit dem „teilweise recht flotten Südwind“ bis in die Nähe des Chiemsees gefahren. „Wir waren gut 90 Minuten in der Luft“, sagt er. Das Wetter sei derzeit gut für Ballonfahrten geeignet. „Bei dem ruhigen Bodenwind sind Landungen kein Problem und Notlandungen eher unwahrscheinlich“, fährt er fort. Auch in den kommenden Tagen seien die Windverhältnisse vergleichbar. Aus diesem Grund könne durchaus damit gerechnet werden, dass wieder Heißluftballone in der Region Chiemsee oder Rosenheim auftauchen.