Schleching – Um die Bebauung eines Grundstückes im Gerstäckerweg in Schleching ging es auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Melanie Glück von der Bauverwaltung trug die Fakten vor. Der Eigentümer will auf einem rund 3.200 Quadratmeter großen Grundstück insgesamt vier Bauparzellen verwirklichen. Dazu wandte er sich für eine Entwurfsbesprechung an die Verwaltung. Laut Entwurf soll ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten und drei Doppelhäuser geplant werden.
Grundstücke
für Einheimische
Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für die vom Eigentümer vorgeschlagene Variante „A“ aus, dass drei Grundstücke mit Einheimischen Bindung und ein Grundstück ohne Bindung (da hier bereits ein Bestandsgebäude vorhanden ist) vorsieht. Die Grundstücke sollen über eine neuanzulegende Ortsstraße vom bestehenden Gerstäckerweg erschlossen werden, stellt sich der Eigentümer vor. Hier sahen die Gemeinderäte Andreas Hafner (CSU) und Felix Laubhuber (SPD) ein Problem und empfahlen eine Privatstraße, auch um Fläche zu sparen.
Gedanken machten sich die Gemeinderäte Martina Hammerl-Tiefenböck, Elfie Bachmann und Claus Rathje (UBS) auch darüber, ob für die vorgestellte Konstellation auch genug Bedarf da ist, was Bürgermeister Josef Loferer (CSU) aber bestätigte, wie er aus den internen Anfragen im Rathaus erkennen kann. Michael Bachmann (CSU) machte dann den Vorschlag, der allgemein auf Zustimmung stieß, dass ein einfacher Bebauungsplan genutzt wird, um dem Eigentümer die Möglichkeit zu geben, sich im Laufe des Verfahrens frei entscheiden zu können. Einstimmig stimmte der Gemeinderat der Variante „A“ zu, mit einem einfachen Bebauungsplan.
Geschäftsführer Martin Plenk trug einen Antrag auf Änderung der Zufahrt „Am Rain“ in Schleching vor. Die Eigentümer der drei Grundstücke haben sich an die Gemeinde mit dem Antrag zur Änderung der Zufahrtssituation gewandt. Derzeit fahren sie über einen Privatweg „Am Rain“ zu ihren Grundstücken. Aufgrund der beengten Situation kommt es hier immer wieder zu Problemen. Weiter ist die Ausfahrt zur B307 nicht optimal. Die Zufahrt kann aus straßenbaulicher Sicht nicht entschärft werden. Die Lösung dieses Problems, könnte über eine Zufahrt über den Parkplatz Dorfladen liegen. So könnten die Eigentümer direkt zu ihrem Grundstück gelangen. Martin Plenk sah sowohl aus rechtlicher Sicht als auch aus tatsächlichen Gründen keinen Hinderungsgrund für die Umsetzung. An der östlichen Grünfläche des Dorfladen-Parkplatzes könnte eine Auffahrt hergestellt werden. Hierzu hatte er auch Kontakt mit dem Amt für ländliche Entwicklung, das bei der Umsetzung zum Bau des Parkplatzes mit Fördermitteln beteiligt war.
Peter Oster konnte hierauf bestätigen, dass soweit die Funktionalität und die optische Gestaltung des Parkplatzes und der Gesamtliegenschaft und auch die Oberflächenentwässerung nicht beeinträchtigt werden, steht der beabsichtigten Maßnahme nichts entgegen. Martin Plenk hatte sich auch mit dem Thema der Oberflächenentwässerung eingehend beschäftigt, um praktikable Lösungen zu finden.
Einem entsprechenden Geh- und Fahrtrecht für die Eigentümer steht so nichts mehr im Wege, sämtliche Kosten für Erschließungsmaßnahmen sind von den Eigentümern zu tragen, ebenso eine vollumfängliche Haftungsfreistellung gegenüber der Gemeinde. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu, mit zwei Enthaltungen (Betroffene).
Die Kämmerin, Stephanie Oberressl, hatte sich mit der endgültigen Fertigstellung des geplanten Heimatbuches intensiv beschäftigt. Grund ist die Erhöhung der Kosten durch Erhöhung der Seitenzahl. Geplant waren 540 Seiten und circa 920 Farbabbildungen. Aktueller Stand sind eine Seitenzahl von 632 sowie circa 1.200 Bilder. Das ergibt einen Mehrpreis von rund 18.000 Euro auf insgesamt rund 60.000 Euro. Martin Plenk erläuterte dazu, dass das neue Heimatbuch wahrscheinlich im späten Frühjahr erscheinen wird mit rund 1.200 Exemplaren, gedruckt wird es bei der Linus Wittich Medien KG. Der Gemeinderat stimmte den Mehrkosten zu.
Stephan Mix trug am Ende der Sitzung noch ein Bürger-Problem zur Räum- und Streupflicht der Gemeinde vor. Er sei angesprochen worden, dass die Situation auf den Straßen in diesem Winter gefährlich sei. Der Geschäftsleiter erläuterte dazu, dass in diesem Winter so viel Salz wie nie zuvor geordert werden musste. Er müsse permanent nachbestellen, derzeit liegen 100 Tonnen Salz auf Halde.
Bisher so viel Salz
wie nie verbraucht
Martin Plenk erklärte, dass das „Schwelleis“ in diesem Winter ein großes Problem sei, durch die Temperaturunterschiede von Tag und Nacht. Es ist eine spezifische Form von Eis, die sich bildet, wenn schmelzendes Wasser von Schneerändern oder der Fahrbahn am Tag in Rinnen fließt und dort bei tiefen Nachttemperaturen wieder gefriert, was zu unebenen, schwellenartigen Eisbildungen führt.
Bürgermeister Josef Loferer erinnerte, dass zuerst die Bergstrecken vom Eis freigehalten werden müssen, aber es sei sicher nicht möglich mit dem Winterdienst jeden zufriedenzustellen, obwohl alles im Rahmen Liegende getan wird. Das Problem ist in diesem Winter komplex, da waren sich die alle einig.