Gstadt – Mit 11:0 votierte der Gstadter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für eine Aufstockung der allgemeinen Rücklage. Zuvor hatte Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) erklärt, dass im Haushaltsplan der Gemeinde für das Jahr 2025 eigentlich keine Zuführung an die allgemeine Rücklage vorgesehen war. Im Haushalt wurde ein Ansatz von 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Nun aber habe die Gemeinde Gewerbesteuern in Höhe von rund 5,92 Millionen Euro eingenommen. Mehreinnahmen, die insbesondere im dritten und vierten Quartal in Höhe von gut 4,42 Millionen Euro zustande kamen. Was wiederum zu einer außerordentlich hohen Zuführung für den Jahresabschluss führe. Deswegen sei es opportun, dieses außergewöhnliche Haushaltsjahr für eine Rücklagenaufstockung zu nutzen. In den Folgejahren könnte diese Rücklage erforderlich sein, „um den Belastungen durch die starke Steuer- und Umlagekraft im Rahmen des Finanzausgleichs (keine beziehungsweise geringe Schlüsselzuweisungen/hohe Kreisumlage) auch im Hinblick auf eventuelle Gewerbesteuerausfälle vorsorglich Rechnung zu tragen“. Hainz erwähnte in dem Zusammenhang auch, dass man mehrere Projekte, wie den Breitbandausbau und die Erweiterung des FFW-Hauses in Gollenshausen, am Laufen habe.
Georg Anderl (Bürgerliste) fand es „gut, dass die Gemeinde auf guten Füßen steht. Das gibt Luft für Investitionen.“ Michael Rappl (FWG) lobte dieses positive Ergebnis, das „dank vorsichtiger Finanzpolitik“ zustande gekommen sei. Sepp Gartner (FWG) begrüßte eine Aufstockung der Rücklagen. Im Rahmen einer weiterhin vorsichtigen Finanzpolitik soll die vorhandene Rücklage aufgestockt werden. Ein Betrag in Höhe von 2,5 Millionen Euro soll deshalb aus dem Kassenbestand in eine allgemeine Rücklage umgewandelt werden. Diesem Beschlussvorschlag hatten die Gemeinderäte nichts entgegenzusetzen und stimmten mit 11:0 für die Annahme dieses Beschlusses. Der echte Rücklagenstand erhöht sich somit von fünf auf einen neuen Höchststand von 7,5 Millionen Euro. elk