Machbarkeitsstudie beschlossen

von Redaktion

Vachendorfer debattieren über Schwimmbadsanierung, Bürgeranliegen und Entwässerung am Türlberg

Vachendorf – In der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung wurden zentrale Anträge aus der Bürgerversammlung behandelt, einstimmige Beschlüsse zur Zukunft des Schwimmbads und ein konkreter Zeitplan für die Türlbergentwässerung getroffen.

Einstimmige Beschlüsse zum Schwimmbad

Ein Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Zukunft des gemeindlichen Bads. Vachendorfs Schwimmbad ist überörtlich bekannt, denn es ist einzigartig in der Umgebung und zieht im Sommer zahlreiche Besucher an. Aus dem nichtöffentlichen Teil einer früheren Sitzung wurden zwei Beschlüsse bekannt gegeben, die für Vachendorf von erheblicher Bedeutung sind: Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister einstimmig, eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung beziehungsweise den Umbau des Schwimmbads in Auftrag zu geben. Ebenfalls einstimmig wurde die Teilnahme am Projektaufruf 2025/26 des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen.

Mit diesen Entscheidungen geht das Thema Schwimmbad einen entscheidenden Schritt weiter. Die Machbarkeitsstudie soll klären, welche baulichen und technischen Möglichkeiten bestehen, welche Varianten realistisch sind und in welchem Kostenrahmen sich eine Sanierung oder ein Umbau bewegen würden. Gleichzeitig eröffnet die Bewerbung um Fördermittel die Chance, ein finanziell anspruchsvolles Projekt auf eine breitere Grundlage zu stellen.

Konkreter wurde es auch bei der Türlbergentwässerung, einem Infrastrukturprojekt, das die Gemeinde seit Jahren begleitet. Bürgermeister Rainer Schroll stellte den Zeitplan für die Ausschreibung vor. Diese läuft bis zum 20. Februar 2026, die Zuschlagserteilung ist für Mitte März vorgesehen. Die Bauausführung soll – vorbehaltlich eines reibungslosen Vergabeverfahrens – im Zeitraum von April bis Oktober 2026 erfolgen. Auf Nachfrage aus dem Plenum erklärte der Bürgermeister, dass die Maßnahme in einem einzigen Gewerk vergeben wird. Dies soll einen klar strukturierten Bauablauf ermöglichen und die Koordination erleichtern.

Ein großer Teil der Sitzung war den Anträgen und Wortmeldungen aus der Bürgerversammlung gewidmet. Es ging dabei um Fragen der Verkehrssicherheit, insbesondere im Ortsteil Mühlen. Ein Antrag aus der Bürgerschaft forderte die feste Installation einer Geschwindigkeitsmesstafel, da dort zu hohe Fahrgeschwindigkeiten beobachtet werden. Die befristete Anbringung der mobilen Messtafel in der Vergangenheit habe deutlich gezeigt, dass die Autofahrer auf die Tafel reagieren und die Geschwindigkeit merklich verringerten. Bürgermeister Schroll erläuterte, dass zwar zwei mobile Messtafeln vorhanden seien, diese jedoch bereits technisch veraltet seien. Für das Jahr 2026 biete sich daher die Beschaffung neuer Geräte an. Die Kosten bezifferte er auf rund 2.500 Euro pro Messtafel. Aus dem Gemeinderat kam der Vorschlag, eine Aufstellung in beide Fahrtrichtungen zu prüfen und dies mit der zuständigen Kreisstraßenbehörde abzustimmen. Der Gemeinderat fasste hierzu einen einstimmigen Beschluss: Im Haushalt 2026 soll ein entsprechender Ansatz eingeplant werden. Damit wird das Anliegen konkret weiterverfolgt.

Ebenfalls diskutiert wurde die mögliche Versetzung von Ortsschildern zwischen Vachendorf und Mühlen, um eine Geschwindigkeitsreduzierung – insbesondere im Hinblick auf Schulkinder – früher wirksam werden zu lassen. Zudem ging es um eine bislang unbeschränkte Strecke zwischen den Ortsteilen, für die eine Begrenzung auf 70 km/h angeregt wurde. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, können solche Maßnahmen nur durch die Kreisstraßenverwaltung angeordnet werden. Der Gemeinderat verständigte sich darauf, die Themen bei der nächsten Verkehrsschau erneut einzubringen.

Ein weiterer Antrag aus der Bürgerschaft betraf die mögliche Versetzung eines Findlings von der Schinderhöhe in den Ortsbereich, konkret vor das Viadukt. Der Bürgermeister erläuterte, dass sich der Stein in Privatbesitz befindet. Auf dem Findling ist bereits ein Kreuz sowie eine Jahreszahl anlässlich der 1200-Jahr-Feier im Jahr 1990 angebracht worden. Der Eigentümer habe sich bereit erklärt, den Findling der Gemeinde zu überlassen und darüber hinaus einen weiteren Findling anzubieten. Angeregt wurde das Vorhaben aus dem Umfeld der örtlichen Kultur- und Heimatpflege. Allerdings stellte der Bürgermeister auch klar, dass der Transport eines solchen Steins mit Aufwand verbunden sei. Zunächst sollen daher die entstehenden Kosten ermittelt werden, bevor der Gemeinderat erneut über das weitere Vorgehen entscheidet.

Entwarnung bei
der Parkplatzsituation

Diskutiert wurden zudem Beschwerden über parkende Wohnmobile am Schwimmbad und im Schulbereich sowie der Wunsch nach einem Verbot des Plakatierens an Straßenlaternen. In der Beratung zeigte sich jedoch eine überwiegend entspannte Einschätzung der Situation. Bürgermeister und Gemeinderat verwiesen darauf, dass die meisten Camper ohnehin am Festplatz stünden und es bislang weder am Schwimmbad noch an der Schule zu nennenswerten Problemen gekommen sei. Zudem wurde auf den wirtschaftlichen Nutzen für den Ort hingewiesen.

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