Bürgermeister Thomas Kamm wehrt sich gegen Anschuldigungen

von Redaktion

Ein angeblich „besorgter Siegsdorfer Bürger“erhebt im Vorfeld der Kommunalwahl eine Vielzahl von Vorwürfen

Siegsdorf – Im Rahmen der Gemeinderatssitzung stellte Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm dem Gemeinderat und den zahlreichen Besuchern eine E-Mail eines „besorgten Siegsdorfer Bürgers“ vor, der darin den Bürgermeister aufforderte, ihm zu Ohren gekommene Missstände im Zuge des Wahlkampfes zu entkräften. Nach den Aussagen des Schreibers hätten ihm „besorgte Bürger“ mitgeteilt, dass ein Kandidat der UW, der bei der Gemeinde Siegsdorf angestellt ist, in orangefarbener Arbeitskleidung und mit einem gemeindlichen Fahrzeug Plakate aufgehängt habe. Zudem bemängelte er darin, dass die Fraktion der Grünen bereits vor dem zulässigen Stichtag Plakate veröffentlicht habe und die neue Gruppierung „Bürger für Siegsdorf“ (BfS) eine gemeindliche Markthütte zur Stimmenwerbung von der Gemeinde zur Verfügung gestellt bekommen habe. Der Schreiber stellte dabei in sehr fragwürdigem Stil die politische Neutralität der Gemeinde infrage und erwartete sich eine lückenlose Entkräftung der Vorwürfe und eine Gleichbehandlung aller Gruppierungen. Sichtlich schockiert über die haltlosen Vorwürfe, nahm sich Bürgermeister Kamm ausnahmsweise kein Blatt vor den Mund, verurteilte eine solche Art und Weise der Verunglimpfung von Gemeindebediensteten deutlich, und konnte die Anschuldigungen zweifelsfrei entkräften.

Entgegen den Aussagen in der E-Mail, war das Mitglied der UW mit einem privaten weißen Fahrzeug in seiner Freizeit unterwegs und trug auch keine orangefarbene Arbeitskleidung. Die BfS hatte für die Werbung um Unterstützerunterschriften bereits im November um eine Gemeindehütte angefragt, am 29. Dezember diese ordnungsgemäß gemietet und bezahlt.

Über die Vorwürfe gegen die Plakatierung der Grünen zeigte sich auch Willi Geistanger ratlos. Er habe in der vergangenen Gemeinderatssitzung vor Weihnachten das Gremium darum gebeten die Plakate einer Veranstaltung, die bereits kurz nach dem Stichtag stattgefunden hatte, frühzeitig aufhängen zu dürfen. Es habe keine Einwendungen dazu gegeben.

Bürgermeister Kamm ermahnte die Fraktionen und ihr Umfeld mit deutlichen Worten, sich im Wahlkampf mit gegenseitigen Anschuldigung und Halbwahrheiten in den sozialen Medien zurückzuhalten. Respekt gegenüber anderen Meinungen und verantwortungsvoller Umgang miteinander sei die Grundlage für die künftige Weiterentwicklung der Gemeinde. „Vergesst nicht dass ihr nach den Wahlen als künftige Gemeinderäte gemeinsam wieder an einem Tisch sitzen und die Gemeinde vorwärts ringen sollt“, schloss Bürgermeister Kamm das Thema ab.

Er gab zudem bekannt, dass alle eingereichten Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen am 8. März durch den Wahlausschuss geprüft wurden und ohne Beanstandungen zugelassen werden konnten. fkr

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