Prien – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ging es um den Antrag auf Vorbescheid zum Neubau von zwei Einfamilienhäusern in der Stettener Straße.
Wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung ausführte, plane der Bauherr Grundflächen von 81 und 112 Quadratmetern, eine Traufwandhöhe von 6,85 Metern und eine Firsthöhe von zehn Metern.
Das Gremium habe dem Antrag 2023 sein gemeindliches Einvernehmen erteilt, das Landratsamt Rosenheim dem aber widersprochen, da es das Gebiet als Außenbereich erachtet habe. Der Bauausschuss habe dann eine Änderung der Ergänzungssatzung beschlossen, um die Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen. Das im vergangenen Jahr neu ins Leben gerufene Gesetz, der „Bau-Turbo“, erlaube nun, Vorhaben auch im Außenbereich umzusetzen, sofern das Baugrundstück an bebaute Grundstücke angrenze.
Michael Anner (CSU) fragte, warum der Bauherr nun zwei Gebäude plane, vorher sei es nur eines gewesen. Er erachte die Flächen zum Parken als problematisch. Dem schloss sich Gerhard Fischer (ÜWG) an. Lindner erklärte, die Grundfläche sei aber insgesamt identisch mit dem früheren Antrag. Die genauen Planungen würden erst mit dem Bauantrag mitgeteilt. Das Gremium erteilte wie zuvor in einem ersten Schritt sein gemeindliches Einvernehmen nicht. In einer zweiten Abstimmung stellte das Gremium seine Zustimmung im Sinne des neuen Gesetzes in Aussicht, was mit 7:2 nicht angenommen wurde.
Dafür hatten Gaby Rau und Leonhard Hinterholzer (beide die Grünen) gestimmt, dagegen waren Michael Anner, Gunther Kraus und Hans Wallner (alle CSU), Gerhard Fischer (ÜWG), Marion Hengstebeck (Bürger für Prien, BfP), Martin Aufenanger (Freie Priener, FP) sowie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG). Beschlossen wurde zudem, dass mit dem Bauherrn Rücksprache gehalten werde und dieser in einem neuen Antrag die detaillierte Planung mit den genauen Zufahrten und Stellplätzen einreichen solle. wp