Bernau – Im Dezember 2025 hatte Gemeinderatsmitglied Severin Ohlert (Grüne) per E-Mail mitgeteilt, dass er aufgrund seines Wegzugs aus Bernau sein Amt als Gemeinderatsmitglied mit sofortiger Wirkung niederlege. Ebenso lege Ohlert sein Amt des Umweltreferenten nieder, was allerdings – im Gegensatz zur Amtsniederlegung als Gemeinderatsmitglied – keinen Beschluss des Gemeinderats erfordere, sagte Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU). Sie dankte Ohlert für dessen ehrenamtliches Engagement. Bis auf Franz Praßberger (ÜWG) stimmten alle übrigen Gemeinderatsmitglieder für den Beschluss. Seine Ablehnung begründete Praßberger mit den Worten, „weil ich es schade finde“. Das Amt des Umweltreferenten werde erst nach den Kommunalwahlen neu besetzt, verkündete Biebl-Daiber. Der Liste nach wurden dann die potenziellen Nachrücker befragt, um den vakanten Sitz zu belegen. Ferdinand Hinke, Lorenz Genghammer, Franziska Ostler, Dr. Angelika Muche, Lorella Sbardellotto, Hanna Fochler, Hermann Feicht, Christina Genghammer (geb. Laske), Michael Schekatz und Karin Pichlbauer hatten mitgeteilt, das Amt nicht anzutreten, „da sie nach eigenen Angaben die Tätigkeit gem. Art. 19 Abs. 1 GO nicht ordnungsgemäß ausüben können.“
Heribert Burdick, der bei der Wahl 2020 auf dem Wahlvorschlag „Bündnis 90/ Die Grünen“ auf dem 15. Platz landete, erklärte sich schließlich bereit, auf Ohlert nachzufolgen. Mit dem Gelöbnis ohne den Zusatz „So wahr mir Gott helfe“ wurde Burdick durch Bürgermeisterin Biebl-Daiber als neues Gemeinderatsmitglied vereidigt und mit langem Applaus willkommen geheißen.
Im Anschluss galt es noch, die Ausschüsse zu besetzen. Als Stellvertreter von Josef Genghammer wird Burdick künftig im Bau- und Umweltausschuss sitzen, zudem wird er sich im Tourismusausschuss einbringen. Den Neubesetzungen der Ausschüsse folgte das Gremium mit Einstimmigkeit. elk