Rimsting – Die Rimstinger Grundschule wird nicht nur von den Gemeindevertretern, sondern auch gern von Schulkindern, den Eltern und Lehrern als „Schmuckkästchen“ bezeichnet. Doch auch ein gut geführtes „Schmuckkästchen“ kommt in die Jahre.
Jetzt steht eine Generalsanierung unumgänglich an und es zeigt sich: Selbst der Stundenaufwand zur Erfassung aller nötigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen war sehr viel höher als ursprünglich veranschlagt. Neben der Zustimmung zu den höheren Planungskosten (14.678,51 Euro) gaben die Räte auch „grünes Licht“, damit die Verwaltung eine entsprechenden Zuschussantrag auf den Weg bringen kann. Es stehen schließlich Kosten in Höhe von geschätzten 3,1 Millionen Euro im Raum.
Generalsanierung
unumgänglich
Im Oktober 2025 hatte die Architektin Monika Rieder im Gemeinderat das Sanierungskonzept für die Grundschule Rimsting vorgestellt. Zwar bestehe kein akuter Handlungsbedarf, so die Architektin, aber der bauliche Zustand mache eine Generalsanierung unumgänglich, so Rieder damals. Von Seiten der Verwaltung hieß es im Vorfeld der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, dass nun die Machbarkeitsstudie für die Grundschule und deren Sanierung abgeschlossen seien. Wie Bürgermeister Andreas Fenzl erläuterte, konnte der am Anfang der Maßnahme geschätzte Stundenaufwand von insgesamt 75 Stunden leider nicht eingehalten werden. Statt dessen seien insgesamt 132,75 Stunden angefallen um alle notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu erfassen, in diesen Posten hinein gerechnet seien auch die Stunden für die Kostenerfassung zur Abfassung des Zuschussantrags.
„Das Gremium muss jetzt der Kostenmehrung zustimmen“, so Bürgermeister Fenzl, denn statt der kalkulierten 8.074,89 Euro brutto laute der Rechnungsbetrag nun 14.678,51 Euro.
Auf Nachfrage von Mary Fischer (FW), ob die Planungskosten im Haushalt eingestellt seien erwiderte Fenzl, dass dies der Fall sei, aber eben nicht in dieser Höhe. Das erstellte Arbeitspapier sei auch sehr ausführlich, unterstrich der Bürgermeister.
Regina Feichtner von der Verwaltung schlug auch einen Bogen von der Notwenigkeit der Erfassung einer möglichst genauen Bausumme und der vorausschauend formulierten Antragstellung auf Zuschuss. Sie wies auf den vorläufig veranschlagten Kostenrahmen der Generalsanierung hin und bezifferte diesen auf über 3,1 Millionen. Feichtner betonte außerdem, dass Rimsting „die FAG-Förderung“ bekommt. Hier stellt der Bund Bayern für den Ausbau der Ganztagsbetreuung rund 461 Millionen zur Verfügung. Die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund ist am 18. Mai 2023 in Kraft getreten, gestartet ist das darauf abziehende Förderprogramm im September 2023. Ganz konkret handelt es sich um eine Fördermaßnahme im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs. (BayFAG Art. 10) Die Gemeinden sollen dabei in ihren Hochbaumaßnahmen unterstützt werden, wobei die Leistung per se keine verpflichtende (gesetzliche), sondern eine freiwillige Leistung ist.
510.000 Euro
bis 2032 abrufbar
Zusätzlich zu dieser Förderung habe sich aber noch mehr getan, informierte Feichtner weiter. Denn Rimsting erhalte aus dem Sondervermögen einen Pauschalbetrag in Höhe von 510.000 Euro für Investitionen. Feichtner machte klar, dass bezüglich dieser Investitionsförderung die Gemeinde freie Hand habe, nur zeitlich sei ein Rahmen festgelegt. Bis 2032 müsse dieses abgerufen sein.
Der Rat stimmte geschlossen für die beiden Beschlussvorschläge. Zum einen stimmte er den Mehrkosten für das Sanierungskonzept zu und zu anderen bekam die Verwaltung „grünes Licht“ einen entsprechenden Förderantrag auf den Weg zu bringen.