Gstadt – Seit Längerem befasst sich der Gemeinderat von Gstadt mit dem Thema „Neubaugebiet Am Maierholz“. Wie mehrfach berichtet sollen dort auf insgesamt 5.500 Quadratmetern 13 Parzellen geschaffen werden.
Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) informierte das Gremium unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben, Verschiedenes“, dass im Zuge des Antrags zur Erneuerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Einleitung von Niederschlagswasser aus den Bereichen „Am Maierholz, Waldstraße, Albert-Stagura-Weg und Jägerweg“ die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) erweitert werden muss.
Die saP für das Neubaugebiet „Am Maierholz“ ist bereits in Auftrag gegeben worden, doch auf Anforderung der Unteren Naturschutzbehörde hat sich herausgestellt, dass das Areal um den Bereich der Trasse für die Wasser- und Kanalleitungen erweitert werden muss, um artenschutzrechtliche Tatbestände zu berücksichtigen. Deshalb ist nun eine Erweiterung des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes sowie eine Eingriffs- und Kompensationsermittlung im Rahmen der Bauleitplanung vereinbart worden. Die Kosten für die Erweiterung belaufen sich laut Angebot auf knapp 1.940 Euro brutto. Der Auftrag wurde bereits erteilt, so führte Bürgermeister Hainz weiter aus. Sepp Gartner (FWG) hakte nach: „Machen die das extra?“ Sein Fraktionskollege Michael Rappl merkte an, dass Bauen nicht leichter werde.
Bürgermeister Hainz erklärte, dass der Vorgang nun halt noch einmal länger dauere. Der Gemeinderat nahm den Sachverhalt zur Kenntnis. Dennoch bedauerte Georg Anderl (Bürgerliste), dass dieser Punkt nicht als eigener Tagesordnungspunkt auf die Agenda gesetzt wurde. Der Auftrag sei erteilt worden und falle auch unter seine Befugnis, erwiderte Bürgermeister Hainz. Damit habe man sich einen Monat Zeit gespart. Und man sollte bitte nicht vergessen: „Wir haben Bauwillige.“ elk