Gstadt – Seit längerem setzt sich der Gemeinderat von Gstadt mit dem Thema Nahversorger und Wohnen in der Dorfmitte auseinander. Wie mehrfach berichtet, soll am Dorfplatz ein großes Grundstück umgeplant werden.
Neben Gewerberäumen für die Nahversorgung im Erdgeschoss sollen unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Belange auch elf Wohneinheiten im Obergeschoss geschaffen werden. Der Gstadter Gemeinderat hatte im Oktober 2022 einen Grundsatzbeschluss für die Überplanung des Grundstücks gefasst, seitdem laufen die Planungen und die Abstimmung mit der Regierung.
Kleine oder große
Wohneinheiten?
Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) informierte das Gremium unter dem „Tagesordnungspunkt Bekanntgaben, Verschiedenes“, dass die Regierung von Oberbayern angeregt habe, im Gebäude auch Einzimmerwohnungen vorzusehen, um dahingehend etwaige Bedarfe abdecken zu können. Der Gemeinderat habe, so Hainz weiter, schon im Oktober 2024 beschlossen, vor einer Entscheidung über die Planung und Umsetzung des Vorhabens auch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen zu lassen. Auch habe sich die Verwaltung mit der Regierung von Oberbayern bezüglich Prüfung der Förderfähigkeit abgestimmt. Grundsätzlich, allein schon aus Kostengründen, sollte die Grundrissaufteilung der Geschosse identisch sein, so Hainz. Soll nun also eine Einzimmerwohneinheit zusätzlich zu den Zwei- und Drei-Zimmer-Wohneinheiten dazukommen, was die Kubatur geringfügig ändert? Oder soll es bei den angedachten Zwei-, Drei- und Vierzimmer- Wohneinheiten bleiben? Hainz erklärte, dass beide Varianten förderfähig seien. Auch werde noch verhandelt, welche Bereiche des Grundstücks dem förderfähigen Wohnbereich zugeteilt werden können. Bauamtsleiter Hans-Joachim Kaiser fügte hinzu, dass es erst ab 2027 wieder Fördermittel gebe, derzeit seien die Töpfe leer. Hainz versprach, den Gemeinderat weiter auf dem Laufenden halten.
Wartungsarme
Ausstattung
Quer durch die Reihen des Gremiums sprachen sich die Räte dafür aus, die Ausstattung möglichst wartungsarm zu halten. Auch wurde einhellig die Variante mit den größeren Wohnungen bevorzugt. Man sehe, so die durchgängige Meinung, überwiegend mehr Bedarf an familiengerechten Wohnungen als an kleinen Einzimmerwohnungen. Dennoch bedauerte es Georg Anderl (Bürgerliste), dass dieser Punkt nicht als extra Tagesordnungspunkt auf die Agenda gesetzt wurde. Man habe diese Punkte erst am Vortag der Sitzung in einer Videokonferenz besprochen, erwiderte Bürgermeister Hainz. Es gehe hier nur um eine Meinungsabfrage und eine Information. „Wir sind transparent.“