Im Revier der Harter Jagdgenossen hält sich der Verbiss in Grenzen

von Redaktion

Jagdpächter Michael Grassl und Josef Steiner sind zufrieden – Kassenprüfer haben „keinerlei Einwände“

Chieming – Die Harter Jagdgenossen haben ihre Generalversammlung bei einem Rehessen im vollen Sudhaus beim Bräu abgehalten. Jagdvorsteher Bruno Minckwitz begrüßte die Jagdgenossen und Jäger. Nach dem Totengedenken stellte er den Jahresbericht vor. Im Februar vergangenes Jahr wurde die Vorstandschaft neu gewählt, die an der Hegering-Versammlung in Hörpolding zum Thema „Rehkitzrettung“ teilnahm.

Im März wurde der Drei-Jahres-Abschussplan erstellt, und die Vorstandschaft wurde zum Dankeschön-Essen beim Unterwirt eingeladen. Im April fand die Waldbegehung mit Förster Konstantin Benker statt. Besichtigt wurden die Wälder von Peter Schneider (Rückegassen), Holger Knuth (Naturverjüngung) und Konrad Flieher (Neupflanzung). Im Juni beteiligten sich die Jagdgenossen an der Hegeschau in Palling. Im Oktober fand der Jagdausflug der Damen zur Straußenfarm statt. Die Herren machten ihren Jagdausflug im November zum Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern in Burgkirchen und zur Firma Forstgeräte Unterreiner in Julbach. Im Januar traf man sich zur Vorstandssitzung und zur Mitgliederversammlung der ArGe Jagdgemeinschaften in Weibhausen zur Diskussion um das geplante neue Jagdgesetz.

Die Waldbegehung in diesem Jahr findet am Freitag, 24. April, um 13 Uhr mit Treffpunkt am Raiffeisen-Lagerhaus statt. Den Jagdausflug im Herbst organisiert diesmal die Chieminger Jagdgenossenschaft, sagte Bruno Minckwitz. Das Ausflugsziel ist noch offen.

Es folgten der Bericht von Schriftführer Martin Maier und der Kassenbericht von Sabine Rohleder. Klaus Waltl und Martin Wastlhubr haben die Kasse geprüft und stellten „keinerlei Einwände“ fest. Entsprechend einstimmig fiel die Entlastung der Vorstandschaft aus.

Zur Verwendung des Jagdschillings schlug Minckwitz vor, ihn auf dem Konto zu belassen. Die Jagdgenossen stimmten einvernehmlich zu. Die beiden Jagdpächter Michael Grassl (Hart Ost) und Josef Steiner (Hart West) stellten ihre Jahresberichte vor.

Michael Grassl berichtete von einem dreijährigen Abschussplan von 153 Stück Rehwild in seinem Revier. Die Jahresvorgabe von 51 erreichte Steiner nicht. In seinem Revier kamen 42 Stück Rehwild zu Tode. 35 wurden geschossen, fünf kamen im Straßenverkehr ums Leben und zwei Tiere wurden tot aufgefunden. Dazu kamen an totem Raubwild neun Füchse (acht davon wurden erlegt, ein Fuchs wurde tot aufgefunden) und ein Steinmarder. Eine Graugans kam bei einem Autounfall ums Leben.

Grassl zeigte sich mit seiner Abschussquote von 82,5 Prozent zufrieden. „In den beiden Harter Jagdrevieren ist der Verbiss ohnehin im grünen Bereich“, so der passionierte Jäger.

Josef Steiner hat eine Abschussquote von 60 Stück Rehwild pro Jahr. Im vergangenen Jahr hat er 28 Rehe selbst geschossen und dieselbe Anzahl seine vier Mitgeher im Jagdrevier. „Wir haben eine Quote von zehn Rehen pro 100 Hektar. Das passt“, so Steiner. Auch vier Füchse (davon zwei überfahren), sieben Wildenten, fünf mit Jagdfalken gefangene Krähen und zwei überfahrene Dachse waren im Jagdrevier von Josef Steiner zu verzeichnen. Steiner erzählte auch von der Drohnensuche von Rehkitzen und der Schwierigkeit, diese trotz Drohnenaufnahme im Gras zu finden.zaa

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