44 Einsätze bei der Feuerwehr Erlstätt

von Redaktion

Franz Purzeller senior, Peter Schützinger und Georg Strohmayer für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt

Grabenstätt – Ganz im Zeichen des Rückblicks auf das vergangene Jahr und der Ehrungen langjähriger Mitglieder stand die Jahresversammlung der Feuerwehr Erlstätt im Gasthof Fliegl in Erlstätt. Für ihre 60-jährige Treue und Verbundenheit zum Erlstätter Feuerwehrverein geehrt wurden Franz Purzeller senior, Peter Schützinger und Georg Strohmayer. Seit 50 Jahren Mitglied sind der frühere Vorsitzende Herbert Klauser senior, Klaus Mitterer senior, Franz Schuhbeck und Johann Sollacher. Letzterer konnte die Ehrung leider nicht persönlich entgegennehmen. Vorsitzender Josef Hölzle gratulierte und überreichte ihnen unter anderem ihre Urkunden.

Stolz auf die
gute Jugendarbeit

Doppelte Ehrungen für 25 Jahre Mitgliedschaft und aktiven Feuerwehrdienst erhielten Josef Gruber, Kassier Thomas Kaltner, Josef Mittermeier, Franz Neuhauser junior und Marion Rausch (vormals Klauser). Für 30 Jahre aktiven Dienst geehrt wurden Stefan Daxenberger und Wolfgang Schnell. Die Urkunde für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Letzterem nachgereicht. Seit 20 Jahren aktiver Feuerwehrler ist Stefan Mitterer. Zum Löschmeister befördert wurde Jugendwart Andreas Hölzle.

„2025 wurden wir zu 44 Einsätzen gerufen, die wir mit 693 Aktiven in 1.362 Stunden abgearbeitet haben“, berichtete Kommandant Michael Wimmer und verwies auf drei Brände, 29 Technische Hilfeleistungen (THL), elf sonstige Tätigkeiten und eine Sicherheitswache. Zum Vergleich: 2024 waren es 36 Einsätze. Insgesamt leistete die aktive Mannschaft im vergangenen Jahr 3.087 Stunden.

Besonders in Erinnerung geblieben sind zahlreiche Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten und zwei tödlichen Ausgängen, aber auch ein Stadl-Brand am Tüttensee, eine Bombensprengung in Nußdorf und ein Waldbrand bei Innerlohen, wo Gefahr durch alte Kampfmittel bestand.

Es gab zehn gemeinsame Monatsübungen und sechs Zusatzübungen. Auf Landkreisebene wurden zehn Lehrgänge besucht. Wimmer verwies auch auf die beiden Leistungsprüfungen THL und Wasser, bei denen sich jeweils neun Kameraden ein Leistungsabzeichen erwarben. Die sechste und letzte Stufe meisterten Franz Josef Kreiler (THL) sowie Josef Gruber, Anna Muggenhamer und Johann Neuhauser (alle Wasser). Die aktive Wehr bestand Ende 2025 aus 58 Mitgliedern (einer mehr als Ende 2024), davon 55 Männer und drei Frauen. „Mit den 538 geleisteten Stunden der Jugendgruppe und den 1.502 Stunden aus den Vereinstätigkeiten waren wir 5.127 Stunden im Dienst für den Nächsten tätig“, betonte Wimmer und dankte der Gemeinde für die Unterstützung und die Beschaffungen.

„Wir hatten am 31. Dezember vergangenen Jahres 205 Mitglieder, darunter zwei Ehrenmitglieder“, betonte Vorsitzender Josef Hölzle. In seinem Jahresrückblick erinnerte er unter anderem an den Lumpenball der Ortsvereine, den erfolgreichen eigenen Jugendanwerbetag, der erstmals im Rahmen des beliebten Familientages stattfand, die besuchten Feuerwehrfeste in Traunwalchen, Pierling, Surberg, Taching und Otting und an den Jahrtag der Vereine. Ein erfreuliches Plus von rund 8.000 Euro vermeldete Kassier Thomas Kaltner im Kassenbericht 2025.

In seiner Funktion als Leiter Atemschutz sprach Vorsitzender Josef Hölzle von einem „relativ ruhigen Jahr 2025“ mit vier Einsätzen und einigen Übungen und Lehrgängen. Im Berichtszeitraum gab es mit den Nachwuchsfeuerwehrlern Felix Mayer und André Steinberger zwei Neuzugänge, aber auch zwei Abgänge, sodass man weiterhin 27 Atemschutzgeräteträger hat.

Die Jugendgruppe besteht aktuell aus zehn Feuerwehranwärtern. Besonders stolz ist Jugendwart Andreas Hölzle auf die neue siebenköpfige Jugendgruppe (Gruppe 2). Deren Mitglieder konnten beim letztjährigen Jugendanwerbetag gewonnen werden. Von der Jugend in die aktive Wehr übernommen wurden Kilian Beutlhauser, Felix Mayer, Maximilian Mußner und André Steinberger.

Ausnahmslos lobende Worte fanden in ihren Grußworten Bürgermeister Gerhard Wirnshofer, Kreisbrandrat Christof Grundner und Pater Adrian Cobzaru. Grundner strich die erfolgreiche Jugendarbeit heraus, die wichtig sei, damit die Erlstätter Wehr auch in Zukunft so gut aufgestellt bleibe.

Heute ist
Lumpenball

Rathauschef Wirnshofer sicherte weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu, nicht zuletzt beim anstehenden Erweiterungsbau am Gerätehaus und bei der Beschaffung des neuen Mehrzweckfahrzeugs. Pater Adrian bedankte sich im Namen der Kirche für die gute Zusammenarbeit. Zu Beginn der Versammlung hatte er zum Totengedenken ein Gebet angestimmt.

Zu den wichtigen Vereinsterminen 2026 zählen der Lumpenball der Ortsvereine am heutigen Samstag, der Vereinsskitag am 1. März in Kitzbühel, der Feuerwehrfamilientag am 11. Juli, die Standrohrparty am 23. Oktober und der Vereinsjahrtag am 14. November.

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