Ein Schiff wird kommen

von Redaktion

Bernau will die „Uferspitz“ aufwerten – Besonderes Spielgerät für die Kinder geplant

Bernau – Schon seit längerer Zeit plant die Gemeinde Bernau die Aufwertung beziehungsweise den Umbau des Bereichs „Am Uferspitz“ in Bernau Felden. Das „Planungsbüro plg“ aus Traunstein wurde mit der nachhaltigen Planung für das Areal beauftragt.

Büro legt
Planung vor

Ehe der Gemeinderat aber über die Gestaltung der Freianlage diskutieren konnte, legte Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) noch dar, welche Fördermöglichkeiten bestehen. Zwar greife die Städtebauförderung hier nicht, aber man könne die Röfe-Förderung (eine Förderung der Regierung von Oberbayern nach den Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen, Anm. der Red.) in Anspruch nehmen. Das wären 45 Prozent der anrechenbaren Kosten. Selbst wenn die Gemeinde später den Kurpark aufwerten wolle, „können wir dafür eine weitere Röfe-Förderung in Anspruch nehmen. Diese Aussage der Regierung von Oberbayern liegt schriftlich vor.“

Bürgermeisterin Biebl-Daiber sagte weiter, dass es noch 166.000 Euro an Mitteln beziehungsweise Haushaltsresten gebe, die für den Spielplatz einsetzbar sind und die man sich zu 45 Prozent aus dem Röfe-Förderung bezuschussen lassen könnte. Dazu kommen noch 18.500 Euro aus dem Fremdenverkehrstopf, die man laut Kämmerer am Uferspitz für mögliche Sitzgelegenheiten wie Bänke, Chill-out-Liegen und Ähnliches verwenden könnte. Biebl-Daiber erinnerte das Gremium daran, dass man sich schon in 2023 für ein Spielschiff ausgesprochen und im Verlauf noch mehr Ideen zur weiteren Ausgestaltungen entwickelt habe. Die neue Planung sehe nun entweder Spielschiff, Spielhügel, Bäume, halben Weg oder zweitens ganzen Weg, alle Bäume und Hecken, Sitzbänke und Kleinspielgeräte oder drittens ganzer Weg, Karussell, Bodentrampolin, Bäume und Hecken vor.

Sascha Klein (WMG) meinte, dass das Spielschiff sicher ein starker Magnet sei. Er sei für die erste Variante. Auch Matthias Vieweger sprach sich für diese Variante aus. Für eine Erweiterung des Spielplatzes mit weiteren Spielgeräten könne man andere Fördermittel wie beispielsweise von der Aktion für das Leben in Anspruch nehmen. Martin Pollinger (SPD) begrüßte ebenfalls die Variante mit Spielschiff. Sepp Genghammer (Grüne) meinte, dass man gar nichts machen müsse. Auch diese Variante sollte in Betracht gezogen werden. Stattdessen könnte man im Eichet einen Spielplatz errichten. Gern, erwiderte Biebl-Daiber. „Aber dafür bräuchten wir ein Grundstück auf mindestens 25 Jahre, andernfalls gibt es keine Förderung.“

Peter Pertl (CSU) hakte nach, warum man Bäume mit einem gewissen Umfang pflanzen müsse, denn je älter, desto teurer. Ulla Zeitlmann (Grüne) regte eine gemeinsame Pflanzaktion an und forderte, bei den Spielgeräten auf Plastik zu verzichten. So viel Holz wie möglich zu verwenden sei gesetzt, so Biebl-Daiber. Ebenso, dass das Schiff die Farben Bernaus trage.

„So viel Holz
wie möglich“

Dr. Andreas Lang-Ostler (BL) erkundigte sich, wie weitere Spenden für Spielgeräte generiert werden können. Hierzu erklärte Bürgermeisterin Biebl-Daiber, dass die Stiftung für Bernau sowie ein örtlich ansässiger Spender schon Bereitschaft symbolisiert hätten. Da keine weiteren Fragen kamen, ließ sie über den Antrag Genghammers abstimmen. Dessen Antrag, gar nichts zu machen, wurde mit 1:18 abgelehnt. Der zweite Beschlussvorschlag, Variante 1 mit Spielschiff weiterzuverfolgen, wurde mit 18:1 angenommen.

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