Rimsting – „Das sind ja acht Hilfesuchende pro Tag“, rechnete Bürgermeister Rimstings Andreas Fenzl in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses schnell hoch. Rund 2.800 Hilfesuchende aus dem gesamten Landkreis Rosenheim betreute die Beratungsstelle 2025. Nicht nur in Schwangerschaftsfragen, sondern auch in handfesten Krisensituationen, bedingt durch finanzielle Not oder durch einen Trauerfall, steht die Beratungsorganisation Menschen zur Seite. Mit rund 1.000 Euro beteiligt sich auch die Gemeinde Rimsting an den Kosten und der Ausschuss sagte sofort „Ja“ beim Zuschussantrag.
Wie dem Antragsschreiben zu entnehmen war, das den Ausschussmitgliedern in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vorlag, richte sich das Angebot nicht nur an werdende Eltern und Familien in „besonders sensiblen und belastenden Phasen“. „Wir begleiten auch Paare, die den Verlust ihres Kindes erfahren haben“ in der Trauerbewältigung. Im September 2025 organisierte „Donum Vitae“ daher auch eine Ausstellung mit dem Titel „Sternenkinder – Wenn die Wiege leer bleibt“ mit einem umfassenden Begleitprogramm. Im Rahmen dieser Ausstellung in Rosenheim wurde auch auf die Bedeutung einer professionellen und einfühlsamen Beratung hingewiesen.
In ihrem Antragsschreiben machte die Beratungsorganisation zwar deutlich, dass ein großer Teil der Ausgaben durch staatliche Förderung abgedeckt sei, aber jedes Jahr müsste auch ein erheblicher Finanzierungsbedarf durch Spenden und Zuschüsse abgedeckt werden.
Die Verwaltung ergänzte im Sachverhalt, dass ja auch die enormen Preissteigerungen bei vielen Familien eine deutlich schlechtere wirtschaftliche Situation herbeigeführt haben.
Von 2020 bis einschließlich 2023 unterstützte die Gemeinde Rimsting „Donum Vitae Rosenheim“ mit jährlich 800 Euro. 2024 stockte sie diesen Betrag auf 1.000 Euro auf. Die gleiche Summe sah sie auch für 2025 vor und der Ausschuss gab geschlossen „grünes Licht“.daa