Kandidaten für Kommunalwahl stehen fest

von Redaktion

Die Nominierungsfrist ist abgelaufen und die Kandidaten für die Kommunalwahlen am 8. März im Landkreis Traunstein stehen fest. Während in manchen Gemeinden nur ein Bewerber antritt, gibt es andernorts bis zu fünf. Für den Kreistag sind 542 Kandidaten nominiert.

Landkreis Traunstein – Am 8. März stehen die Kommunalwahlen in Bayern an: Bürgermeister, Gemeinde- und Stadträte sowie der Kreistag werden im Landkreis Traunstein neu gewählt. Die Fristen zur Nominierung der Kandidaten sind verstrichen, damit sind alle Namen bekannt. In 15 Kommunen gibt es nur einen Kandidaten. In Ruhpolding sind es dagegen gleich fünf, in Fridolfing und Traunstein vier. Wir überblicken die einzelnen Bewerber im Landkreis von Nord nach Süd.

Drei Gegenkandidaten
für Christian Hümmer

In Trostberg und Altenmarkt wird es sicher zum Wechsel im Rathaus kommen. Dort enden im März die Ären von Karl Schleid (CSU) beziehungsweise Stephan Bierschneider (CSU), die nicht mehr antreten. In Trostberg haben die Christlich-Sozialen Dominic Geiger nominiert, der wiederum vom Grünen Hans Stalleicher herausgefordert wird. In Altenmarkt tritt Herbert Hager (Freie Wähler) gegen Max Schwarz (Wir für Altenmarkt) an. In Tacherting wird Amtsinhaber Werner Disterer (Freie Wähler) von Petra Blum (SPD) herausgefordert.

Auch die Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) aus Schnaitsee und Sepp Reithmeier (CSU) aus Pittenhart bekommen Konkurrenz: Die Schnaitseer „Umweltinitiative“ stellt mit Andreas Bolze erstmals einen Kandidaten, in Pittenhart versucht es Sebastian Unterhuber von den Freien Wählern. In Engelsberg, Kienberg, Obing und Seeon-Seebruck dürfte dagegen alles beim Alten bleiben: Martin Lackner (CSU), Hans Schmidhuber (CSU), Josef Huber (Freie Wähler) und Martin Bartlweber (Freie Wähler) sind in ihren Orten ohne Gegenkandidaten.

Zum ersten Mal der Wiederwahl stellen muss sich am 8. März Andreas Bratzdrum. Der amtierende Tittmoninger Bürgermeister wurde von der CSU wieder nominiert. Seine Mitbewerber: Barbara Danninger (Freie Wähler) und Sebastian Gruttauer von der AfD. Er ist der einzige AfD-Bürgermeisterkandidat im ganzen Landkreis. In Palling tritt Franz Ostermaier nicht mehr an, dafür wurde der 47-jährige Markus Huber von der CSU aufgestellt. Nur ein Kandidat steht auch in Petting, Taching und Wonneberg auf dem Wahlzettel: Karl Lanzinger (CSU), Stefanie Lang (CSU/UWG/BL) und Martin Fenninger (Freie Bürgerliste) wollen im Amt bleiben. Ein großes Kandidatenfeld gibt es dagegen in Fridolfing. Gleich vier Bewerber wollen die Nachfolge von Hans Schild senior von der SPD antreten. Die Sozialdemokraten nominierten Werner Schulzke, die Grünen Anneliese Kiermaier, die CSU hat Martin Bambach aufgestellt und Hans Schild junior tritt für die Freien Wähler an. Im Nachbarort Kirchanschöring sind es zumindest drei Kandidaten: Amtsinhaber Hans-Jörg Birner (CSU) bekommt Konkurrenz von zwei Frauen, Sandra Klopsch kandidiert für die Freien Wähler und Regina Reiter für die Grünen. Wagings Bürgermeister Matthias Baderhuber (CSU) wird von Martin Dandl (Freie Wähler) herausgefordert.

Damit ins Zentrum des Landkreises mit den beiden größten Städten und seinen Nachbarkommunen. Oberbürgermeister Christian Hümmer (CSU) muss sich nach seiner ersten Amtsperiode in Traunstein mit Nils Bödeker (SPD), Burgi Mörtl-Körner (Grüne) und Sepp Kaiser (UW) messen. In Traunreut hat CSU-Rathauschef Hans-Peter Dangschat zwei Herausforderer: Michael Mollner von der „Liberalen Initiative Zukunft“ und den Sozialdemokraten Christian Stoib. Auch in Nußdorf sind es drei Kandidaten – interessanterweise die gleichen, wie schon bei der letzten Wahl 2020: Amtsinhaber Toni Wimmer (CSU) tritt gegen Max Eder (Bürgerliste) und Gerhard Mittermaier (Wir-Zukunft-Gemeinde) an.

In Siegsdorf wird Thomas Kamm – seit 2008 im Amt – nicht mehr antreten. Drei Männer wollen ihm im Rathaus nachfolgen: Christian Scheck (UW), Willi Geistanger (Grüne) und Hermann Mitterer von der CSU. In Chieming, Vachendorf und Surberg läuft es weniger spannend ab. In allen vier Gemeinden gibt es nur einen Kandidaten – und es ist jeweils der amtierende Rathauschef: Stefan Reichelt (CSU) in Chieming, Rainer Schroll (SPD) in Vachendorf und Michael Wimmer (CSU) in Surberg. Der amtierende Bürgermeister von Grabenstätt, Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe) bekommt diesmal Konkurrenz von Michael Lex (Freie Wähler).

Im südlichen Landkreis sticht vor allem Ruhpolding mit seiner Bürgermeisterwahl heraus. Zum einen gibt es dort gleich fünf Bewerber. Zum anderen will es ein früherer Bürgermeister noch mal wissen: Claus Pichler von der SPD tritt wieder an. Er leitete schon von 2008 bis 2020 die Geschäfte. Aber auch Xaver Utzinger (Freie Wähler), Sandra Pfnür (Unser Dorf, unsere Heimat) und Manuela Wittke (Grüne) wollen Justus Pfeifer (CSU/VRB) den Posten in Ruhpolding streitig machen. Drei Kandidaten sind es in Bergen. Kathi Hallweger von den Grünen, Josef Gehmacher von der CSU und Andreas Schultes (Überparteiliche Wählergruppe). Stefan Schneider tritt nicht mehr an.

Im Achental stellt sich Übersees Herbert Strauch von der Freien Bürgerliste einer ersten Wiederwahl. Sein Gegenspieler am 8. März heißt Alexander Rank (CSU). In Schleching und Unterwössen treten Sepp Loferer und Ludwig Entfellner nicht mehr an. In Schleching kandidieren Thomas Müllinger (Bürger für Schleching) und Katharina Gasteiger (CSU).

In Unterwössen steht ein Trio zur Wahl: Harald Beyer (Wössen Mitnand), Johannes Weber (CSU) und Christian Zeininger (Zukunft für Wössen). Unverändert bleibt die Lage in Grassau, Staudach-Egerndach, Marquartstein und Reit im Winkl: Stefan Kattari (SPD), Martina Gaukler (CSU), Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein) und Matthias Schlechter (CSU) sind ohne Konkurrenz.

Keine Bürgermeisterwahl gibt es übrigens in Inzell. Die Wahl wurde dort nach dem vorzeitigen Rücktritt von Hans Egger auf März 2024 vorgezogen. Seitdem führt Michael Lorenz die Amtsgeschäfte.

Gewählt werden am 8. März auch Stadt- und Gemeinderäte. Sie sind unterschiedlich groß, je nach Einwohnerzahl: In den kleinsten Kommunen Kienberg und Staudach-Egerndach werden nur 13 Räte gewählt, in Traunstein und Traunreut dagegen 31, den Bürgermeister eingeschlossen. Treten mehr als zwei Kandidaten zur Bürgermeisterwahl an und keiner kann im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit holen, kommt es zur Stichwahl. Der Termin dafür ist der 22. März 2026.

Neun Parteien
wollen in den Kreistag

Eine Wahl des Landrats, wie andernorts, ist im Kreis Traunstein nicht mehr nötig. Seit den vorgezogenen Wahlen im Juli vorigen Jahres hat Andreas Danzer von den Freien Wählern den Posten inne. Neu gewählt wird aber auch das 70-köpfige Gremium des Kreistages. Es treten neun Parteien bzw. Wählergruppen an: CSU, Freie Wähler, AfD, Grüne, SPD, Bayernpartei/ Chiemgau-Ruperti-Liste, Junge Liste, ÖDP und Die Linke.

Die bayerische Kommunalwahl bietet mit den Möglichkeiten des Kumulierens und Panaschierens ein hohes Maß an Entscheidungsfreiheit. Das Traunsteiner Landratsamt hat deswegen hier einen Probestimmzettel zur Kreistagswahl veröffentlicht, auf dem auch alle Kandidatennamen ersichtlich sind.

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