Kostenloser Badebereich

von Redaktion

Ein Antrag der Grünen-Fraktion in Prien sorgte für Verwirrung, da er eine bereits beschlossene Regelung für den Badezugang am Chiemseeufer forderte. Künftig soll ein Teil des Strandbads kostenpflichtig mit Badeaufsicht bleiben, während ein anderer Abschnitt kostenlos und ohne Aufsicht zugänglich wird.

Prien – Gäste sollen das Strandbad am Prienavera auch künftig für einen Eintritt von drei Euro nutzen können. Und trotzdem in Zukunft ein paar Meter weiter kostenlos in den Chiemsee springen dürfen. So die Kurzfassung eines Antrags der Grünen, unterschrieben von Angela Kind und Gaby Rau, der in der Verwaltung und auch unter den Mitgliedern des Marktgemeinderates für leichte Irritationen sorgte. Irritationen, weil der Marktgemeinderat in seiner Dezember-Sitzung just dieses beschlossen hatte. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte in der jüngsten Sitzung, dass sich in einem Gespräch, das er mit Gemeinderätin Angela Kind (Grüne) führte, herausgestellt habe, dass der Antrag zum Teil auf einem Missverständnis beruht.

Südlicher Teil
bleibt kostenpflichtig

Die Verwaltung stellt klar, dass der Beschluss aus der Marktgemeinderatssitzung im Dezember 2025 nicht bedeutet, dass ein kostenpflichtiger Strandbadzugang entfällt. Es ist auch weiterhin möglich, das Prienavera-Strandbad gegen einen geringen Eintrittspreis zu nutzen – ohne die Annehmlichkeiten des Innenbereichs des Prienavera und ohne die mobile Sauna in Anspruch zu nehmen.

Dirk Schröder, Geschäftsführer der Chiemsee-Marina GmbH und damit des Prienavera, hatte schon im Dezember darauf hingewiesen, dass er für die Gäste des Freizeitbades einen Teil der Außenfläche brauche. Denn auch die wollen mal an die frische Luft, wollen im Sommer vielleicht auch mal Chlor- gegen Seewasser tauschen. Und durch die künftige Trennung von Badeplatz und Strandbad mittels Zaun wird auch verhindert, dass Prienavera-Gäste verschwinden, ohne die Dinge zu bezahlen, die sie im Bad konsumiert haben. Eine Aussage, die der Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich jetzt noch einmal bestätigte. Kostenlos zugänglich werden soll laut aktueller Beschlusslage nur der nördliche, an die Stippelwerft angrenzende Teil des Strandbades. Dort gibt es dann auch keine Badeaufsicht mehr, dort soll der marode „Wurm“ – heute mehr als Lagerfläche denn als Umkleide genutzt – abgerissen werden. Nach Schätzung Friedrichs werden der Abriss und damit der kostenlose Badeplatz aber frühestens 2027 kommen. Das hängt laut Bürgermeister davon ab, wann die Genehmigungen für die geplante Seethermie-Anlage zur Energieversorgung von Bad und Werft erteilt werden.

Eintritt ins Strandbad bleibt heuer bei drei Euro

Angela Kind sagte, sie finde „den kostenlosen Zugang ganz wunderbar“, wünschte sich aber eine dauerhaft günstige Alternative im Prienavera. Ob es denn bei den drei Euro Eintritt für das Strandbad bliebe? Ob das dauerhaft der Fall sei, vermochte Bürgermeister Friedrich nicht zu sagen. Das entscheide der Aufsichtsrat. Für dieses Jahr sei keine Erhöhung geplant. Damit war Kind zufrieden und der Antrag war ohne Abstimmung vom Tisch.

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