Dringende Suche nach einem Dirigenten

von Redaktion

Hoch motivierte Blaskapelle Staudach-Egerndach könnte bald ohne Leitung dastehen

Staudach-Egerndach – Die Staudach-Egerndacher Blaskapelle ist etwas Besonderes, denn zum einen gibt es die Kapelle noch nicht so lange und zum anderen ist diese aus dem Erwachsenenmusizieren entstanden. 2019 gründete sich der Musikverein, um der Blaskapelle eine Vereinsheimat zu bieten. Doch nun nach sechs Jahren könnte die 40-köpfige Kapelle bald ohne musikalische Leitung dastehen. Aufrufe und Nachfragen haben bisher nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. Die Suche nach einem Dirigenten geht weiter.

Alles begann mit
einfachen Märschen

Viele können sich noch gut an die ersten Auftritte der Kapelle erinnern. Einfache Märsche wurden gespielt und das Repertoire war noch sehr bescheiden. Dennoch war dies eine Leistung. Dem Wunsch von Altbürgermeister Hans Pertl eine eigene Kapelle im Dorf zu haben, kam damals die Musikschule Grassau mit dem Projekt „Klassenmusizieren für Erwachsene“ anzubieten, nach. Die Resonanz war gut und schnell meldeten sich 13 Erwachsene, die gerne ein Blasinstrument lernen, in einer Kapelle mitspielen wollten, aber auch welche, die früher einmal ein Instrument erlernten, dann aber keine Zeit mehr dafür hatten.

Das Projekt begann 2017 und zwei Jahre später gründete sich die Blaskapelle Staudach-Egerndach. Die musikalische Leitung übernahm damals Hans Schmuck, Lehrer an der Musikschule Grassau und Zweigstellenleiter in Staudach-Egerndach. Unter seiner Führung gelang es, erste Erfolge zu feiern und ganze Konzerte zu bestreiten. Er übergab das Zepter vor drei Jahren an Lothar Beyschlag, der die Kapelle weiter aufbaute und zu der jetzigen Größe brachte.

War die Kapelle froh, die Corona-Zeit halbwegs unbeschadet überstanden zu haben und damals sogar online miteinander musizierte, steht den Musikanten nun erneut eine schwere Zeit bevor. Nachdem Austritt der Gemeinde aus dem Musikschulverbund, der zum September greift, wird auch der jetzige Dirigent Lothar Beyschlag nicht mehr die Kapelle leiten können. Er ist Musikschullehrer an der Musikschule. Doch wer möchte die motivierte Gruppe nun führen. Erst beim Neujahrsanblasen zeigte sich die Kapelle, stark, begeistert und ausgereift und das bei eisigen Temperaturen. Aufrufe nach einer Leitung in den sozialen Medien blieben bislang ungehört. „Wir sind eine tolle, unkomplizierte Gruppe, aufgeschlossen für alles und uns kann man noch in jede Richtung biegen“, erklärt Kassenführerin Regina Hildebrand.

Das besondere sei auch die Altersstruktur der Kapelle, denn von 18 bis 70 Jahren spielt jeder mit großer Begeisterung mit. Geprobt wird wöchentlich und das Notenmaterial ist vollständig digital, aber auch in Printform verfügbar. Für die Kapelle gibt es zwölf feste Termine im Jahr. Mittlerweile haben auch alle das gleiche Gewand, sodass sie als Kapelle einheitlich wahrgenommen werden. Die Kapelle beteiligt sich an den Veranstaltungen in der Gemeinde und ist fester Bestandteil des kulturellen Lebens.

„Wir sind eine
unkomplizierte Gruppe“

Gesucht wird nun eine engagierte musikalische Leitung mit Begeisterung für die Blasmusik. Erfahrung wäre wünschenswert, sei aber kein Muss, heißt es. Gerne wollen es die 40 Musikanten auch mit Nachwuchsdirigenten versuchen. Eines ist sicher, Anerkennung im Dorf und in der Kapelle sind der neuen Leitung sicher. Wer also Interesse an der Führung von 40 motivierten, lernfähigen, umgänglichen und freundlichen Musikanten hat, möge sich an Andreas Holzner, den Vorsitzenden des Musikvereins per E-Mail an info@musikverein-stau-
dachegerndach.de wenden.

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